Die Vereinszukunft im Blick

Erstellt von Tabea Finke 25.05.2021

Wie gesucht und gefunden: Im vergangenen Jahr wird Andreas Kraft auf Anpfiff ins Leben aufmerksam und ist direkt begeistert von der Idee der ganzheitlichen Jugendförderung. Der Jugendleiter des SV Sinzheim merkt schnell, dass der Ansatz zukunftsweisend ist und genau das Richtige für seinen Verein. Nach dem Infomittag der Anpfiff Vereinsberatung steht fest: Da will der SV Sinzheim dabei sein! Seither arbeitet der Verein aus Mittelbaden eng mit dem Beratungsteam zusammen und hat schon einiges erreicht.

Schon immer wurden die Kleinen beim SV Sinzheim ganz großgeschrieben. Der Verein legt ein besonderes Augenmerk auf seinen Jugendbereich und kann heute stolz behaupten, dass ein Großteil der Spielerinnen und Spieler aus den aktiven Mannschaften aus der eigenen Talentschmiede stammt. Ging es früher vor allem um ein breites und vielfältiges Sportangebot, wachsen heutzutage die Anforderungen an die Kinder und Jugendlichen – und damit auch an den Verein. „Es gibt einen gesellschaftlichen Wandel, dem wir Rechnung tragen müssen. Die Erwartungshaltung von Eltern, Verbänden und der Kommune müssen erfüllt werden“, beschreibt Jochen Sammüller, der im Vorstand des SV Sinzheim den Jugendbereich verantwortet, die Lage der Vereine. „Die Anforderungen an Fußballvereine wachsen stetig.“ Themen wie Integration, Digitalisierung oder Trainer- und Mitgliedergewinnung stehen weit vorne auf der Liste und verlangen von den Vereinen eine immer professionellere und strukturierte Arbeitsweise.

In Anbetracht dessen trifft das Konzept von Anpfiff ins Leben, Sport mit den Bereichen Schule, Beruf und Soziales zu verbinden, genau den Kern der Zeit. Gemeinsam mit der Anpfiff Vereinsberatung nahm der SV Sinzheim die Integration der 360°-Förderung in die eigene Vereinsarbeit in Angriff. Ein Projektteam wurde gegründet und nach einem ersten Vereinscheck wurden Meilensteine definiert und Zielsetzungen festgelegt. Ganz zu Beginn stand die Formulierung eines Vereins- und Jugendkonzepts an. Dieses soll nun mit Leben gefüllt werden: Neben Trainerfortbildungen stehen hier auch besonders schulische und soziale Themen auf dem Plan wie z.B. eine Hausaufgabenbetreuung und soziale Projekte, an denen die Sportlerinnen und Sportler regelmäßig teilnehmen sollen.

Ziel der Zusammenarbeit der Anpfiff Vereinsberatung mit dem SV Sinzheim ist es, Strukturen zu schaffen, durch die sich der Verein zukunftsfähig aufstellen kann und die die Kinder und Jugendlichen nachhaltig fördern. Dieses Vorhaben hat auch Zuspruch der regionalen Lions Clubs gewonnen, die den SVS auf diesem Weg nun begleiten: „Der SV Sinzheim hat sich für dieses Projekt beworben und wir freuen uns als Lions in der Region diesen Verein dabei finanziell zu unterstützen. Wir sind davon überzeugt, dass der Vorstand und die ganzen Helfer sehr motiviert sind, dieses Programm umzusetzen und damit die gesetzten Ziele zu erreichen“, sagt Ingo Auer, der Zonenleiter der Region Baden-Baden/Rastatt/Murgtal ist und das Projekt begleitet. Mit dem SV Sinzheim soll nun eine nachhaltige Entwicklung angestoßen werden, die Sport und Bildung verbindet. „Es war uns wichtig einen Verein zu unterstützen, der eine gefestigte, erfahrene Vorstandschaft hat, die klare Ziele und Strategien verfolgt. Auf Basis der bisherigen Arbeit, die der Verein schon geleistet hat, kann man sehr gut ablesen, dass dieses Projekt ein Erfolg werden kann“, zeigt sich Auer überzeugt, dass die Projektarbeit beim SVS fruchten wird.

Als nächstes will der SV Sinzheim die Konzepte in die Tat umsetzen. Fortbildungen für Trainer werden geplant und weitere Workshops mit dem Anpfiff Beratungsteam stehen an. Auch die Lions möchten mit dem SVS weiter am Ball bleiben. So soll laut Sammüller die Jugendarbeit langfristig zum Leuchtturm in Mittelbaden werden und anderen Vereinen als gutes Beispiel vorangehen. Durch die Übernahme des 360°-Jugendkonzepts bleibt der Verein sowohl für die Jugendlichen als auch die Eltern, Mitglieder und Sponsoren attraktiv. Damit soll vor allem eines erreicht werden: „Die Leute fühlen sich bei uns wohl – und das generationenübergreifend. Das soll auch in der Zukunft so bleiben“, betont Sammüller.