Flora, Fauna und ganz viel Fun: Das ist das Waldabenteuer

24.05.2022

Die Kinder beobachten aufmerksam, wie das kleine Katzenbaby Findus mit dem Fläschchen gefüttert wird.

Die Babyringelnatter versetzt die Kinder in Staunen: "Die sieht aus wie ein kleiner Wurm."

Die Kinder lassen beim Malen ihrer Kreativität freien Lauf. Wie sieht denn eine Wildkatze aus?

Beim spielerischen Kennenlernen der Tier- und Pflanzenwelt im Wald sind die Kinder mit viel Spaß und Freude dabei.

Auch in diesem Jahr lockt das Waldabenteuer, ein Inklusionsprojekt das Anpfiff ins Leben in Kooperation mit dem Erlebniszentrum Mühle Kolb anbietet, viele Grundschüler mit und ohne Behinderung nach Zuzenhausen. An sechs Nachmittagen können die Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren viele spannende und erlebnisreiche Stunden in der Natur verbringen, die einheimische Tier- und Pflanzenwelt kennenlernen und eine Menge Spaß haben. Daneben sollen die Kinder spielerisch an Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz herangeführt werden. Das inklusiv-aktiv-Projekt wird von der Allianz Generalvertretung Jürgen Zimmermann unterstützt.

„Ich möchte den Kindern mit einfachen Mitteln die Natur erklären und ihnen zeigen, wie schön sie ist“, sagt Michael Winter, der Leiter und Gründer des Erlebniszentrums Mühle Kolb in Zuzenhausen. Er konzipiert die nachmittäglichen Waldabenteuer für die Grundschulkinder aus Hoffenheim und Umgebung, wobei jeder der sechs (wald-)abenteuerlichen Nachmittage ein übergeordnetes Thema hat: „Letztes Mal haben wir uns über den Wolf unterhalten, heute sprechen wir über die Wildkatze“, eröffnet Michael den 18 Kindern, als er sie gemeinsam mit Dorothea Müller und Julia Jacob von Anpfiff ins Leben begrüßt.

Die Themen der aktiven und interessanten Waldabenteuer resultieren häufig aus aktuellen Anlässen. Bestimmend für den Nachmittag rund um die Wildkatze war der Fund eines verlassenen Katzenbabys. Der kleine Findus, so wurde das junge Kätzchen von Michael benannt, wird nun in der Mühle Kolb aufgezogen und alle zweieinhalb Stunden mit dem Fläschchen gefüttert. Bei der nachmittäglichen Fütterung des süßen Katzenbabys durften die Kinder zusehen, was bei allen für großes Staunen sorgte. Auch ein weiterer tierischer Nachwuchs wurde von den Grundschülern bewundernd beobachtet: Michael zeigte ihnen eine Babyringelnatter, die von einem Einwohner in der Toilette gefunden und dann in der Mühle Kolb abgegeben wurde. „Die sieht aus wie ein kleiner Wurm mit gelbgoldenem Kopf“, bemerkten die Kinder begeistert.

Da sich ein leichter Regenschauer ankündigte, lotste Michael die aufgeweckte Kindergruppe in ein großes Zelt, in dem bereits bunte Stifte und weiße Blätter bereitlagen. Die Grundschüler sollten zuerst eine Hauskatze und danach eine im Wald lebende Wildkatze malen. Auf Michaels Frage, wie denn wohl so eine Wildkatze aussehen könnte, haben die Kinder schnell eine Antwort parat: „Ein bisschen größer, länger und dicker als eine normale Katze. Und sie hat einen kleinen Buckel.“ Danach durften die Kinder ihr Vesper auspacken, während Dorothea eine unterhaltsame Geschichte über Katzen vorlas.

Gut gestärkt und begleitet von strahlendem Sonnenschein ging es danach für die Kinder mit dem Planwagen in Richtung Wald. Als die Gruppe nach einer kurzen Fahrt am Waldrand ankam, machte Michael die Kinder auf einen LKW aufmerksam, dessen Scheiben und Scheinwerfer zerschlagen wurden. Die Glasscherben, die um das Fahrzeug herum auf der Wiese verteilt liegen, verschmutzen nicht nur die schöne Natur, sondern gefährden auch die Tiere. Danach durften die Kinder den Wald erkunden und mit verschiedenen Stöcken spielen sowie Geräusche erzeugen. Der Spaß an der Bewegung in der Natur war den Kindern deutlich anzusehen, denn sie kehrten mit leuchtenden Augen zum Erlebniszentrum Mühle Kolb zurück, wo sie nach zwei Stunden Waldabenteuer schon wieder von ihren Eltern abgeholt wurden.

Dieses Freudestrahlen der Kinder ist es, das Jürgen Zimmermann und Alex Zöller von Allianz dazu bewegt, das Inklusionsprojekt Waldabenteuer zu unterstützen. „Es ist schön, dass man den Kindern mit so einfachen Mitteln – einfach mit der Natur – so tolle Erlebnisse bescheren kann“, resümieren die beiden. Soziale Projekte zu fördern, in denen Kinder spielerisch an Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz herangeführt werden, ist für Jürgen und Alex eine Herzensangelegenheit: „Gerade dieses Alter ist prädestiniert dafür, um bei den Kindern ein nachhaltiges und umweltfreundliches Bewusstsein zu schaffen. Wir Großen müssen es vorleben und den Kleinen früh vermitteln.“