Für Ludwigshafens B-Junioren reicht es wieder nicht zum Sieg über Meisenheim

Erstellt von Barbara Reeder 28.09.2020

Am 4. Spieltag empfängt der Anpfiff-Partnerverein Ludwigshafener SC den FC Meisenheim. Sechsmal haben die beiden Teams gegeneinander gespielt – zweimal gewann Meisenheim, viermal ging es Unentschieden aus. Auch heute gehen beide Teams mit einem Punkt nach Hause.

Es ist ein gerechtes 1:1-Unentschieden - darin sind sich die Trainer beider Mannschaften nach dem Abpfiff einig. Dennoch wäre für beide mehr drin gewesen. Ludwigshafen beginnt druckvoll gegen tief stehende Gäste. Nach sieben Minuten startet Ludwigshafens Haider Kashat (11) einen guten Angriff über links, doch die Hereingabe prallt im Strafraum ab. Die nächste Möglichkeit haben wieder die Gastgeber, doch auch hier fehlt es an Konsequenz. Danach probiert es Kashat erneut - diesmal durch die Mitte. Immerhin gibt es Ecke. Doch die kommt viel zu weit und kann nicht verwertet werden.

Meisenheims Abwehr lässt nichts zu

Ludwigshafen dominiert die Partie, aber Meisenheims Abwehr ist hellwach und lässt wenig zu. In der 10. Minute probiert es Endurance Edosomwan (9) über rechts. Aber Meisenheims Paul Rauser (16) ist da und klärt zur Ecke. Immer wieder suchen die Gastgeber ihre Möglichkeiten – über rechts, über links, durch die Mitte. Aber das Abwehrbollwerk von Meisenheim steht.

In der 18. Minute gibt es Freistoß für den LSC. Doch Kashats Schuss aus guter Position kommt etwas zu weit. Zwei Minuten später behauptet Sahiesh Nadesmoorthy (3) den Ball gegen Meisenheims Leon Niklas Bock (12). Er probiert es mit einer schönen Verlagerung auf die rechte Seite, aber Meisenheim ist vorher am Ball.

Alle Angriffe der Hausherren verpuffen – vielleicht klappt es mit einer Standardsituation: Nach Foul an Kashat in der 24. Minute wieder Freistoß für die Gastgeber. Edosomwan lauert einschussbereit in der Mitte, aber Meisenheims Torwart Christoph Grimm (1) hat den Ball sicher. Nächster Angriff Ludwigshafen: Edosomwan kommt relativ unbedrängt in den Strafraum. Meisenheim hat Glück, dass es nicht schon längst geklingelt hat.

Ludwigshafen fehlt die Konsequenz

In der 30. Minute erobert Meisenheim den Ball und kommt in den gegnerischen Strafraum. Doch der Konter folgt auf dem Fuß - über rechts nach schönem Zusammenspiel von Kennedy Boateng (2) und Zikora. Aber der Abschluss bleibt zu harmlos. Dann ist Meisenheim plötzlich wieder da, kombiniert sich vors Tor der Gastgeber und erzielt fast die Führung. Ludwigshafen versucht es jetzt immer wieder mit langen Pässen in die Tiefe. Doch trotz deutlich mehr Spielanteilen kommt nichts Zählbares heraus. Dabei hat das Trainerteam die Marschrichtung klar vorgegeben: Konsequent über außen spielen.

Das 0:1 fällt aus dem Nichts

Direkt nach der Pause fällt das 0:1 für Meisenheim quasi aus dem Nichts. Meisenheims Top-Torschütze Mika Noel Maurer trifft zu seinem 4. Saisontor. Der Rückstand scheint ein Weckruf für die Hausherren - sie erhöhen deutlich den Druck und die Partie wird hitziger. Jetzt wackelt auch Meisenheims Abwehr – aber Keeper Grimm ist immer zur Stelle.

Dann versucht es Taher (8) im Alleingang: Nach einem tollen Solo über links lässt er gleich mehrere Gegenspieler stehen, zieht in die Mitte und probiert es direkt. Aber auch hier ist Meisenheims Torwart dran. Ludwigshafen erhöht die Schlagzahl und Meisenheim verliert immer mehr die Ordnung.

Verdienter Ausgleich für die Gastgeber

In der 55. Minute gibt es wieder Freistoß für Ludwigshafen. Edosomwan schießt direkt, Meisenheims Torwart ist dran, kann den Ball aber nicht festhalten. Das lässt sich Boateng nicht entgehen und drückt den Ball über die Linie. Der Ausgleich ist mehr als verdient.

Die Gastgeber dringen auf ein zweites Tor. Die beste Gelegenheit leitet Taher (8) auf der rechten Seite ein. Seine Flanke erreicht Kennedy (2). Torwart Grimm ist schon geschlagen, aber Meisenheims Rauser (16) rettet in letzter Sekunde. Ludwigshafen wirft alles nach vorn und wird hinten anfälliger. So kommt Meisenheim zu guten Gelegenheiten. Nach Zweikampf zwischen Meisenheims Maurer (10) und Hyseni (4) vor dem Tor der Gastgeber fordert Meisenheim Elfmeter. Schiedsrichter Niklas Lippold lässt jedoch weiterspielen. In der Schlussphase haben beide Mannschaften noch einige gute Gelegenheiten, aber es bleibt beim 1:1.

Mittelfeldstratege Jean Taher ärgert sich über das Ergebnis: „Das hätten wir eigentlich gewinnen müssen. Die waren nur hinten drin.“ Auch Co-Trainer Donato Villecco ist nicht zufrieden. „Wir haben nicht konsequent genug über die außen gespielt“, moniert er. „Wir hätten sie knacken können. Aber dadurch, dass wir viel zu kompliziert gespielt haben, haben wir Meisenheim schön in die Karten gespielt.“ Deswegen sei das Unentschieden auch verdient. Das findet auch Gästetrainer Jochen Schneider. „Wir haben gegen einen guten Gegner gespielt und gut verteidigt. Letztlich sind es zwei Mannschaften auf Augenhöhe“, so Schneider. Die Szene vom umstrittenen Elfmeter will er sich aber trotzdem noch einmal ansehen.