Ludwigshafens A-Junioren gehen gegen kämpferische Offenbacher unter

Erstellt von Barbara Reeder 28.09.2020

Schon in den ersten Minuten der Partie ist klar – beide Mannschaften haben sich etwas vorgenommen. Sowohl die Hausherren vom Ludwigshafener SC als auch die Gastmannschaft FSV Offenbach werfen sich mit Macht in die Zweikämpfe. In einem Spiel auf Augenhöhe gelingt dem Anpfiff-Partnerverein Ludwigshafen der erste Treffer. Aber dann nimmt Offenbach die Gastgeber auseinander.

Den ersten gefährlichen Angriff der Gäste kann der LSC nur per Foul stoppen. Den gut getretenen Freistoß pariert Torwart Sören Pätzold (1) aber sicher. Zwei Minuten später gibt es schon den nächsten Freistoß für die Pfälzer. Dann kontert Ludwigshafen: Prince Junias Nkombou (9) räumt zunächst Sören Fuchs (3) vom FSV Offenbach  ab und startet dann alleine in den Strafraum durch. Offenbachs Kapitän David Lenz kann ihn gerade noch rechtzeitig stellen.

In Minute 20 setzt sich Ludwigshafens Torben Ernst Lauer (11) gut gegen Jonas Dörrzapf (20) durch. Doch beim Abschluss hat er kein Glück - Gäste-Torwart Sam Keller (23) lenkt den Ball über den Kasten. Immerhin, es gibt Ecke. Die Hausherren nehmen nach einer rasanten Anfangsphase jetzt etwas das Tempo raus und halten den Ball in den eigenen Reihen. Offenbach steht sehr gut und lässt wenig zu. Beide Mannschaften geben keinen Ball verloren.

Nkombou immer mit Zug zum Tor

Ludwigshafens Nkombou ist auf links und auf rechts unterwegs und sucht immer wieder den Weg zum Tor. Wenn man den Hausherren etwas vorwerfen kann, dann, dass sie nicht mehr aus ihren Gelegenheiten machen. Es ist eine emotionale Partie mit vielen robusten Zweikämpfen. Schieds- und Linienrichter haben alle Hände voll zu tun, um die Gemüter auf und neben dem Platz immer wieder runterzukochen.

Nach 30 Minuten gibt es Freistoß für Ludwigshafen. Martin Amoako (10) probiert es direkt, doch sein Schuss geht am Tor vorbei. Zwei Minuten später die nächste Gelegenheit für die Gastgeber – Torwart Keller fischt den Ball aber aus der Luft. Kurz vor der Halbzeit ist Offenbachs Nick Barenscheer (10) allein vorm gegnerischen Tor. Das muss eigentlich die Führung sein. Eigentlich, denn die 100-prozentige Torchance geht daneben.

Ludwigshafen macht Druck

Gleich nach Wiederanpfiff kämpft sich Ludwigshafens Marvin Takpara in den Strafraum der Gäste vor, scheitert aber an Torwart Keller. Das Spiel geht hin und her, mit starken Angriffen von beiden Teams. Das Unentschieden bisher passt. Aber die Hausherren machen weiter Druck. In der 50. Minute ist Louis-Gabriel Sikpo (4) relativ unbedrängt im Gäste-Strafraum. Torwart Keller verhindert gerade noch den Rückstand. Zwei Minuten später startet Lauer (11) von der Mittellinie. Von der Seite ruft Trainer Chris Chorrosch: „Du machst den jetzt“ – und genauso kommt es: Lauer verwandelt zum 1:0. Klar, dass sein Jubel dem Trainer gilt, der trotz Torflaute an seinem angestammten Sturmduo festgehalten hat.

Danach, so Chorrosch, „wollten wir nur noch verwalten und haben uns dem Gegner angepasst“. Das rächt sich, denn Offenbach wird jetzt stärker und hat den Ausgleich einige Male auf dem Fuß. In der 67. Minute belohnen sich die Gäste dann doch noch für ihren unermüdlichen Einsatz: Nick Barenscheer (10) trifft zum 1:1-Ausgleich. Das Tor gibt den Gästen Auftrieb, nur eine Minute später haben sie die nächste gute Gelegenheit. In der 70. Spielminute kommt Aymen Jannic (11) unbedrängt im Strafraum zum Abschluss. Seinen platzierten Schuss kann Ludwigshafens Schlussmann nicht parieren. „Das 1:1 kam aus dem Nichts – durch einen abgefälschten Ball. Dann ging bei uns ein Bruch durch das Team. Und nach dem 1:2 haben wir dann ganz aufgemacht“, erklärt Chorrosch den Einbruch seiner Mannschaft.

In der Schlussphase bäumen sich die Gastgeber nochmal auf gegen die drohende Niederlage. Die Partie wird wieder intensiver. Nach Rudelbildung verteilt Schiedsrichter Patrick Simon gleich zwei rote Karten und beide Teams bestreiten die letzten Minuten zu zehnt. Den Schlusspunkt setzt dann wenige Minuten vor Abpfiff Offenbachs Nico Völlinger (15) mit einem Wahnsinnsschuss aus der Distanz zum 1:3.

Tore: 1:0 Torben Ernst Lauer (11) 52. Minute; 1:1  (10) 67. Minute, 1:2 Aymen Jannic (11) 70. Minute, Nico Völlinger (15) 90. Minute