Trainerfortbildung zum Einsatz der Software SAP Sports One

Erstellt von Philipp Metzler 17.12.2020

Mit SAP Sports One arbeitet Anpfiff ins Leben mit einer Software, die auch viele Profivereine in ihrer täglichen Arbeit nutzen: 13 Bundesligisten und die deutsche Nationalmannschaft organisieren ihre Arbeit mit der Managementsoftware des Walldorfer Softwarekonzerns SAP. Diese stellt Anpfiff ins Leben auch seinen Partnervereinen zur Verfügung. Trainermentor Jiri Jung und Hannes Heist, der die Entwicklung von Sports One bei Anpfiff ins Leben begleitet, erklärten in der Online-Fortbildung am 14.12., wie die Trainerinnen und Trainer die Software in ihren Teams anwenden können und wie die Verknüpfung mit der App Team One und der Mediathek gelingt.

Am Montagabend finden sich 65 Trainer zusammen, um mehr über die Software SAP Sports One zu erfahren. Wegen der aktuellen Situation findet die Fortbildung online statt. Sports One ist ein cloud-basiertes Managementtool, das den Trainern im Jugendbereich bei der Arbeit mit ihren Teams helfen soll. Der Grundgedanke ist einfach: Alle teambezogenen Daten werden vom Trainer verwaltet und im System abgespeichert. Von großer Bedeutung sind die spielerbezogenen Leistungsdaten und -bewertungen. Für Hannes Heist langfristig ein großer Vorteil: „Das gibt einen guten Überblick, wie sich der Spieler in einem bestimmten Zeitraum entwickelt hat.“

Die Fortbildung ist vor allem eines: praxisnah. Für die Partnersportvereine von Anpfiff ins Leben ist eine starke Verbindung der Mediathek und der dazugehörigen Messenger-App Team One vorgesehen. Diese bietet z.B. gegenüber WhatsApp den Vorteil, sich ohne Handynummer mit Sports One zu verbinden und die Kommunikation zwischen Trainer und Spielern oder zwischen Trainerkollegen zentrumsübergreifend besser zu organisieren.

Die Mediathek beinhaltet für den Grundlagenbereich unter anderem skizzierte Übungs- und Spielformen, etwa 150 Technik- und Übungsvideos, die altersspezifisch sortiert und aufgeteilt sind. Für den Leistungsbereich bietet die Mediathek um die 350 Videos mit exemplarischen Spielszenen aus dem Profibereich an. Mit dem praxisorientierten Ansatz erklärt Jung nicht nur, wie man einzelne Videos finden kann, sondern auch, wie man mit der Filterfunktion differenziertere Ergebnisse bekommt. Alle Inhalte, zu denen neben Videos auch PDF-Dokumente, Skizzen und weitere Dateien zählen, sind mit Stichworten versehen, sogenannten Tags. Mit dem Suchfilter lassen sich mehrere Tags gleichzeitig auswählen. Über Links erreicht man auch Videos des DFB. 

Eine Software, viele Möglichkeiten

Die Funktionen der Software lassen sich auch maßgeschneidert auf verschiedene Altersbereiche anwenden, wie Heist erklärt: „Für die höheren Bereiche, sagen wir ab 14 Jahren, könnten auch Spielvorbereitungen und Nachbereitungen mit Hilfe von Videoanalysen interessant sein. In Sports One gibt es ein Tool, mit dem man Videos hochladen und auch verschiedene Aktionen rausschneiden kann.“

„Es geht um die Professionalisierung des Ganzen,“ ergänzt Jung, „und im Prinzip auch, die Informationen zu bündeln und nachhaltig anzubieten.“ Hier sieht der Trainermentor einen immensen Vorteil, zum Beispiel dann, wenn ein Trainer den Verein verlässt und dadurch unter Umständen das Wissen über das Team und die Spieler verschwindet. „Wenn du etwas in Sports One abspeicherst, dann hast du die Daten auch immer noch, wenn der Trainer weggeht.“

Viel Arbeit für die Trainer, aber sie lohnt sich

Alleine die Software zu haben reicht natürlich nicht, wie Jung weiß: „Es ist auch Arbeit, du musst es pflegen. Auf der anderen Seite qualifiziert sich der Trainer weiter, wie auch bei der TSG Hoffenheim, Manchester City und Bayern München. Der Trainer, der uns irgendwann mal verlässt und Sports One kennt, kann das eventuell bei anderen Vereinen als positiven Punkt einbringen und kann sich dadurch auch weiterentwickeln. Das sollten die Trainer als Chance sehen, auch wenn es mit mehr Arbeit verbunden ist.“

Die Fortbildung kam gut an, wie Jung schon Minuten nach der Präsentation feststellen konnte: „Wir haben jetzt schon neue Anfragen von Trainern bekommen, die unsere Mediathek bis bisher noch nicht genutzt haben. Das Interesse haben wir geweckt und genau das war das Ziel. Momentan nutzen bereits 130 Trainer die Mediathek. Diese Zahl sollte steigen, da wir deutlich mehr Trainer haben.“