Vortragsreihe zur Internetprävention

Erstellt von Fabian Almritter 04.05.2022

Ziel der Vortragsreihe ist, dass die Spieler Medienkompetenzen erwerben und für den Umgang mit dem Internet sensibilisiert werden.

In dem interaktiven Vortrag wurden die Spieler auch selbst aktiv.

Elmar Forn führt die Vortragsreihe bereits seit etwa zehn Jahren an den Jugendförderzentren durch.

Gemeinsam suchten die Spieler Gründe für und gegen den Besitz eines Smartphones.

Der Medienkompetenz kommt in Zeiten der Digitalisierung eine immer größer werdende Bedeutung zu – vor allem für Kinder und Jugendliche. Damit die Spieler und Eltern bei unseren Partnervereinen für dieses Thema sensibilisiert werden, organisieren wir seit etwa zehn Jahren für die verschiedenen Jugendbereiche an unseren Standorten interaktive Vorträge. Der Referent Elmar Forn ist Kriminalhauptkommissar und bereits seit zwölf Jahren DFB-Stützpunkttrainer. Dadurch nimmt er das Thema aus mehreren Perspektiven wahr.

Durchgeführt wurde die Präventionsreihe an unseren Jugendförderzentren in Mannheim, Gimbsheim, Heidelberg, Speyer, Walldorf und Ludwigshafen für die jeweilige U14 des Standorts. Dabei fand zunächst ein einstündiger Vortrag für die Spieler statt, bevor die gewonnenen Erkenntnisse in einem Vortrag für die Eltern miteinbezogen wurden. Ziel der Vorträge war es, die Eltern und Spieler für die Themen rund um Internet, Smartphones und Social Media zu sensibilisieren und auf mögliche Gefahren hinzuweisen, damit die Kinder „so sicher im Netz sind wie im echten Leben“, so Forn.

Zu Beginn des interaktiven Vortrags durften die Spieler selbst aktiv werden und sich mit den Für und Wider eines Smartphones auseinandersetzen. In der anschließenden Diskussion ergab sich, dass alle Kinder ein Smartphone besitzen, die Contra-Argumente jedoch bei weitem überwiegen. „Ein Smartphone ist ab 18“, ist Forn fest überzeugt. Er hält es für ein riesiges Werkzeug, mit dem die Eltern den Kindern und Jugendlichen den Internetzugang ermöglichen – aber dadurch die Kontrolle verlieren.

Im Internet lauern viele Gefahren. Fakeprofile sind vor allem auf Social Media keine Seltenheit und die Absichten dahinter vielfältig. Elmar Forn warnte die Spieler eindringlich davor, sich mit jemandem zu treffen. Er selbst ermittelte als erster Kommissar in Deutschland gegen erwachsene Männer, die sich als Jugendliche im Internet ausgeben. An der ZDF-Dokumentation „Gefährliche Freundschaften. Internetfalle für Kinder“ wirkte er ebenfalls mit. Doch selbst wenn das Profil echt ist, sollte man die Inhalte kritisch hinterfragen. Denn von Bildbearbeitung bis Followerkauf gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten, die Wahrheit verzerrt darzustellen.

Forn bittet die Spieler, sich verantwortungsbewusst im Netz zu verhalten und die eigenen Handlungen zu hinterfragen. Zentrales Thema ist hierbei Cybermobbing mit seinen Folgen für Betroffene und Handlungsempfehlungen für diese. Der Aufruf lautete, den Eltern und Trainern am Jugendförderzentrum Bescheid zu sagen, falls man selbst gemobbt wird oder es von anderen mitbekommt. Verantwortungsvoll zu handeln ist jedoch nicht nur auf Cybermobbing begrenzt. „Das Internet vergisst nichts“ ist keine Floskel, denn unbedachte Kommentare oder Posts können einem auch Jahre später teuer zu stehen kommen – gerade in Bezug auf den Beruf.

Herzlich bedanken möchten wir uns bei unseren Partnern Hochwarth IT GmbH, MBC Mobile Business Center e. K. und ergosoft GmbH, die mit ihrer Sponsoringtätigkeit diesem wichtigen Thema eine Plattform geben.