Wissenschaft spielend erlernen

Erstellt von Christopher Benz 08.12.2021

Der Name ist Programm – immer freitags treffen sich Forscherfreunde zum Freitagstreff. Unter dem Motto „Programmieren und Entdecken mit LEGO WeDo 2.0“ bauen die sieben- bis zehnjährigen Teilnehmer verschiedene kleine LEGO-Roboter und erwecken diese durch Programmierung am Laptop zum Leben. Die Veranstaltung findet im Heidelberger Jugendförderzentrum von Anpfiff ins Leben statt und wird von der Firma Hochwarth IT aus Neckarbischofsheim unterstützt.

Neben den technischen Fertigkeiten lernen die Kids sehr viel über andere Themen aus dem Bereich der Naturwissenschaften. Anfänger wie Fortgeschrittene, was die LEGO-Programmierung betrifft, kommen dabei voll auf ihre Kosten. „Die Kinder sollen spielerisch an den Schwerpunkt Naturwissenschaften herangeführt werden und dabei bringen wir ihnen beispielsweise bei, wie eine Sonde funktioniert und wie sie programmiert wird“, gibt Sven Leitner einen Einblick in das Projekt. Er leitet die Freitagstreffs und war in den vergangenen Jahren schon häufiger für Anpfiff mit seinen Forscherfreunden aktiv.

Vergangenen Freitag begrüßte Leitner sechs Jungs und zeigte ihnen, wie sie über ein spezielles Computer-Programm mit ihren selbst gebauten Fahrzeugen kommunizieren und ihnen auf diese Weise Befehle erteilen können. Die aufgeweckten Kinder entdeckten schnell, wie sie ihre Roboter gegeneinander in einem Wettrennen antreten lassen können. „Heute kümmern wir uns außerdem noch um Zugkraft und Reibung, wofür wir mit den Kindern eine theoretische Einführung ins Thema machen und danach direkt in die technische Umsetzung gehen.“ In Zweierteams programmierten die Jungs ihre Roboter. Dabei flogen die Finger gerade so über die Displays der Laptops, wo sie die Befehle für das Programm eingeben konnten. Eine kleine Fingerbewegung und schon setzte sich das LEGO-Bauteil in Bewegung – so setzt man schwer erscheinende Aufgaben kinderleicht um. Als aufmerksame Beobachterin hatte Simge Celik-Aydin, Koordinatorin Schule/Beruf/Soziales am Jugendförderzentrum Heidelberg ein Auge darauf, wie die jungen LEGO-Konstrukteure ihre Aufgaben meisterten. „Die Jungs, aber vor allem deren Eltern berichten uns immer wieder, wie begeistert sie von den Freitagstreffs mit den Forscherfreunden sind“, erzählt Celik-Aydin. Sie ist sehr glücklich darüber, dieses Angebot regelmäßig anbieten zu können.

Computertechnisch begabt ist zweifelsohne der Unterstützer der Freitagstreffs in Heidelberg – Christian Hochwarth. Mit seiner gleichnamigen IT-Firma unterstützt der Geschäftsführer seit 2015 verschiedene Anpfiff-Projekte. Aus dem Nichts machte Hochwarth bereits während seines Studiums die ersten Schritte in die Selbstständigkeit und gründete 2001 sein Unternehmen. Er füllt das Anpfiff-Credo, dass Bildung der Grundstein jeder Form von Erfolg ist, mit Leben: „Bildung, auch im Bereich sozialer Kompetenzen, bedeutet für uns Investition in eine positive Zukunft. Daher unterstütze ich seit Jahren Projekte von Anpfiff ins Leben.“

Das macht Hochwarth mit Nachdruck zum perfekten Aufstiegshelfer, indem er Praktikumsplätze in seinem Unternehmen anbietet. Darüber hinaus zeichnet er dafür verantwortlich, dass die zwölf Anpfiff-Standorte stets miteinander und mit dem Internet verbunden sind. „Jungen Menschen erste Einblicke in das Berufsleben zu geben, ist nicht nur für sie eine wichtige Erfahrung. Für uns als Arbeitgeber ergibt sich dadurch auch die Möglichkeit spätere Mitarbeiter ins Unternehmen einzuführen“, sieht Hochwarth in der Aufstiegshelfer-Initiative Vorteile für alle Beteiligten. Für LEGO hat er obendrein eine Schwäche, wie er schmunzelnd zugibt: „Als Grundschulkind wäre ich definitiv beim Freitagstreff dabei gewesen.“