Eines gilt für die Handballer, Eishockey-Spieler und Golfer gleichermaßen: Selbst die, die tatsächlich Profi werden, müssen sich auf ein Leben nach der Karriere vorbereiten.

15 Jahre, 15 Geschichten – Auch im Spiel: Eishockey, Handball und Golf

Vier Sportarten helfen, Persönlichkeiten zu entwickeln

Die Jugendsportförderung konzentriert sich bei Anpfiff ins Leben e.V. nicht nur auf Fußball. Sportlerinnen und Sportler aus den Vereinen Golf Club St. Leon-Rot, Rhein-Neckar-Junglöwen sowie Jungadler Mannheim erhalten professionelle schulische sowie berufliche Unterstützung durch „Anpfiff ins Leben“.

Die Partner aus den Sportarten Eishockey, Handball und Golf eint neben einem 360°-Förderkonzept und der damit verbundenen Verantwortung für den Nachwuchs auch das gegenseitige Interesse an der Umsetzung im Alltag. Frank Fischöder, Sportlicher Leiter und Headcoach der Jungadler, gibt einen Einblick: „Es interessiert mich, wie die Handballer trainieren. Da Fußball von der Art und Weise wie es gespielt wird, eine ganz andere Sportart ist, und Hoffenheim zudem nicht gerade um die Ecke liegt, halte ich mich eher an den Handball. Dort suchen wir gemeinsam nach Wegen, um neue Reize bei den Jungs zu schaffen.“

Fischöder ist ein absoluter Eishockey-Fachmann, der bereits in der 18. Saison bei den Jungadlern tätig ist. Dort gibt er seine immense Erfahrung mit Begeisterung an die Profis von morgen weiter. In seine Amtszeit fallen 14 von 17 möglichen Deutschen Meistertiteln für die Junioren. In sportlichen Belangen macht dem 46-Jährigen definitiv niemand etwas vor.

Wenn es um die beruflichen Werdegänge der heranwachsenden Eishockey-Cracks geht, nehmen die Adler gerne die Hilfe von „Anpfiff ins Leben“ und dem damit verbundenen Unternehmens-Netzwerk in Anspruch.

„Unser U18-Nationalspieler Tim Fleischer macht aktuell beispielsweise ein Jahrespraktikum für sein Abitur bei ABB in Heidelberg“, erzählt Fischöder.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Kooperation weiter intensiviert. „Im September 2017 haben wir den Freitagstreff für ,Anpfiff ins Leben‘-Mitarbeiter bei uns in der SAP Arena gemacht. Es waren 27 Leute da, denen ich unser Konzept vorgestellt habe. Für die folgende Frage- und Antwortrunde haben wir eine halbe Stunde eingeplant. Am Ende wurden es zwei Stunden. Dabei kommt man mit Leuten aus ganz anderen Bereichen und mit ganz anderen Sichtweisen in Kontakt. Gleichzeitig bekommst du die Möglichkeit, deinen Horizont zu erweitern“, ist Fischöder angetan von dem profunden Austausch.

Aufstiegshelfer-Initiative 2014: Marcus Kink (rechts) und Valentin Kopp auf dem Eis
Aufstiegshelfer-Initiative 2014: Marcus Kink und Valentin Kopp auf dem Eis


Neues, hochmodernes Gebäude für den Golf-Nachwuchs


In Anlehnung an das Vier-Säulen-Konzept von „Anpfiff ins Leben“, hat es sich der Golf Club St. Leon-Rot zur Aufgabe gemacht, sein eigenes, aus fünf Säulen bestehendes Konzept ins Leben zu rufen. Darin verankert sind: Golfkompetenz, Athletikkompetenz, Mentalkompetenz, Sozialkompetenz, sowie Schul-, Bildungs- und Berufskompetenz.

„Unsere Zusammenarbeit mit ,Anpfiff ins Leben‘ basiert auf dem Austausch über Werte, Kompetenzen sowie der Art und Weise, wie wir uns um die Menschen kümmern möchten“, erläutert Eicko Schulz-Hanßen, seit 2005 Geschäftsführer des Golf Clubs. Zu diesem Zeitpunkt startete ebenfalls die Kooperation mit „Anpfiff ins Leben“. Schulz-Hanßen hebt den für ihn wichtigsten Förderaspekt hervor: „Wir nutzen den Golfsport, um die Persönlichkeitsentwicklung unserer Jugendlichen über die Sportart hinaus zu unterstützen. Dabei geht es beispielsweise darum, wie man mit Misserfolgen, die jeden irgendwann einmal ereilen, umgeht.“

Das „Anpfiff“-Team im Golfclub St. Leon-Rot
Das „Anpfiff“-Team im Golfclub St. Leon-Rot: Julia Schwab und Christian Ast

Die Talente, die sich als Profis behaupten konnten, dienen den aktuellen Nachwuchsgolfern als positive Vorbilder. Sophia Popov gilt als perfektes Beispiel. Die 25-Jährige aus Weingarten bei Karlsruhe hat sich ihre ersten „Golfsporen“ in St. Leon-Rot verdient.

Eiko Schulz-Hanßen: „Inzwischen haben wir über ,Anpfiff ins Leben‘ eine Verbundpartnerschaft mit vielen kooperierenden Schulen geschlossen.“

Nachdem sie erfolgreich den klassischen Weg über ein amerikanisches College ging, wurde sie Profi und hat sich dieses Jahr eine Tour-Karte für die prestigeträchtige Turnierserie LPGA Tour in den USA erkämpft. Weitere Athleten, die ebenfalls Profi-Erfahrung sammeln und dort Erfolge feiern konnten, sind beispielsweise die Geschwister Moritz und Karolin Lampert sowie Florian Fritsch. Celina Sattelkau und Leonie Harm haben es mittlerweile bis in die Nationalmannschaft geschafft.

Das Zusammenspiel mit „Anpfiff ins Leben“ hat sich von Mitte der 2000er Jahre bis heute stark weiterentwickelt. „Inzwischen haben wir über ,Anpfiff ins Leben‘ eine Verbundpartnerschaft mit vielen kooperierenden Schulen geschlossen. Über sie erhalten 30 Athletinnen und Athleten mit großem sportlichen Potenzial eine noch gezieltere sportliche sowie schulische Förderung“, ist Schulz-Hanßen stolz auf die professionellen Strukturen.

In 2018 und 2019 soll die Zahl intensiv geförderter Talente auf 34 vergrößert werden. Ein hochmodernes Gebäude ist bereits in Planung und dürfte 2019 bezugsfertig sein. Ein weiterer Punkt, der bei der Förderung ganz weit oben steht, ist die Digitalisierung. „Dieses Thema gehen wir gerade massiv an. Uns treibt an, dass die Athletinnen und Athleten völlig dezentral ihre individuellen Lerninhalte aufnehmen und so ihre Bildungsziele erreichen können“,  ist Schulz-Hanßen Feuer und Flamme für diese Thematik.

Auf der Drivingrange beim Anpfiff4Sportsday 2017
Jugendliche aus den vier „Anpfiff“-Sportarten üben den Abschlag auf der Drivingrange beim Anpfiff4Sportday 2017


Ohne Anton Nagl kein Handballförderzentrum

Dankbar und begeistert von der Kooperation mit „Anpfiff ins Leben“ ist auch Rolf Bechtold. Er wird niemals den Tag vergessen, an dem er die Nachricht erhielt, dass in Kronau ein Leistungsförderzentrum für die Handballer der damaligen SG Kronau/Östringen und heutigen Rhein-Neckar-Löwen entstehen soll. „Es war am 30. Geburtstag meines ältesten Sohnes: Freitag, der 21. Juli 2006. Nachmittags hat sich Anton Nagl mit Dietmar Hopp getroffen und ihm von unseren Plänen eines Förderzentrums berichtet. Um 21 Uhr habe ich von Anton einen Anruf erhalten und er sagte mir: „Pass auf Rolf, Dietmar Hopp ist begeistert von der Sache“, erinnert sich Bechtold.

Am Montag darauf sollte er zum Golf Club nach St. Leon kommen, wo Hopp seine Zusage für den Bau eines Förderzentrums gab. „Der Initiator war einzig und allein Anton Nagl. Ohne ihn hätten wir das nicht hinbekommen“, dankt der mittlerweile 65-Jährige Bechtold dem Ehrenvorsitzenden von „Anpfiff ins Leben“.

Um 21 Uhr habe ich von Anton einen Anruf erhalten und er sagte mir: „Pass auf Rolf, Dietmar Hopp ist begeistert von der Sache“, erinnert sich Bechtold.

Die ersten Schritte der Kooperation erfolgten bereits im Frühjahr 2006. Bechtold, der zu diesem Zeitpunkt die Bundesliga-Mannschaft der SG Kronau/Östringen trainierte, schilderte Nagl bei einigen Treffen die Situation der Handballer und deren Trainingsbedingungen. Beide besichtigten unter anderem das damalige Trainingsgelände der TSG Hoffenheim. „Da habe ich zu Anton gesagt: Das wäre eine tolle Sache, wenn wir so etwas auch für den Handball hätten. Er stand der Idee sofort aufgeschlossen gegenüber und hat mich gebeten, ein Konzept zu erstellen“, erzählt Bechtold von der Geburtsstunde dieser Idee.

Die Handballjugend beim Anpfiff4Sportsday 2017
Die Handballjugend beim Anpfiff4Sportsday 2017

Danach ging alles sehr schnell. Im August 2008 zogen die Handballer in ihre neue Heimat ein. Mittlerweile verfügt das Förderzentrum über zwölf Zimmer, die von talentierten Jugendlichen belegt sind. Während der sportliche Bereich größtenteils autark agiert, arbeiten die Junglöwen und „Anpfiff ins Leben“ bei beruflichen sowie sozialen Angelegenheiten eng zusammen.

„Bei ,Anpfiff ins Leben‘ sind schließlich Profis am Werk, die ein ganz anderes Netzwerk als wir haben. Das merkt man beispielsweise, wenn ein Jugendspieler von uns eine Praktikums- oder Ausbildungsstelle bei einem Kooperationspartner vermittelt bekommt“, sieht Bechtold seine Nachwuchssportlicher optimal auf das Arbeitsleben vorbereitet. In den Sommerferien unterstützen Jungendspieler der Löwen das Sportfreunde Camp von „Anpfiff ins Leben“ in Kooperation mit der Lebenshilfe Mannheim, bei dem sich sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit bietet, tiefere Einblicke zu den Sportarten zu erhalten. Mit von der Partie sind auch Eishockey-Spieler, Golfer sowie Fußballer des SV Waldhof Mannheim.

Das „Anpfiff“-Team beim Eisfussball 2011 in der SAP Arena
Das „Anpfiff“-Team beim Eisfußball 2011 in der SAP Arena

Denn eines gilt für die Handballer, Eishockey-Spieler und Golfer gleichermaßen: Selbst die, die tatsächlich Profi werden, müssen sich auf ein Leben nach der Karriere vorbereiten. Anpfiff ins Leben e.V. schafft mit seinen Standorten und verschiedenen Sportarten im Einklang mit seinen engagierten Mitarbeitern die optimalen Grundlagen dafür.

Christopher Benz

Machen Sie Anpfiff ins Leben zu Ihrem Partner für das Thema Corporate Social Responsibility. So können Sie Perspektiven für Kinder und Jugendlichen schaffen und ihr Wirken direkt erleben. Erfahren Sie in einem persönlichen Gespräch mehr über Ihre Möglichkeiten eines Sponsorings.

3.500

Kinder und Jugendliche

werden pro Jahr nachhaltig gefördert

100

Menschen mit Amputation

beraten und betreuen wir individuell

120

Unternehmen

ermöglichen unsere Förderung

56

verschiedene Branchen

bilden unser Netzwerk

 

Anpfiff Evolution-Informationsveranstaltung

Am Freitag, den 13.09. findet eine Informationsveranstaltung für Vereine statt die am Anpfiff-Konzept interessiert sind und ihre Jugendarbeit ganzheitlich weiterentwickeln möchten.

Jetzt informieren

Über 50 festangestellte Mitarbeiter, 300 Trainer und 70 Lehrkräfte arbeiten für die Förderung unserer Jugend. Helfen Sie uns dabei!

JETZT
TEAMMITGLIED
WERDEN!

Stellenangebote