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Er macht einfach – und genau das macht den Unterschied

Wenn Henri Eckelmann über eines der größten Spiele seiner bisherigen Laufbahn spricht, klingt das ruhig und bodenständig. U17-Vizemeisterschaft, ein großes Stadion, DFB-Rahmenprogramm, Einlaufkinder, Fotografen – ein Moment, der viele zu großen Worten hinreißen würde. Der sechzehnjährige Torwart dagegen beschreibt ihn bemerkenswert zurückhaltend: „War schon eine Ehre. Eines der größten Spiele, die ich je gespielt habe.“ Lediglich ein kleines Lächeln verrät, wie viel ihm dieser Moment bedeutet.

Juli 2026

Es ist diese leise, unaufgeregte Art, die Henri beschreibt. Kein Pathos, keine großen Gesten. Er denkt nicht lange darüber nach, was er geleistet hat. Er macht einfach. Und genau darin liegt das, was seinen Weg ausmacht. Auf diesem Weg begleitet ihn Anpfiff ins Leben seit Jahren – nicht nur als Fußballer, sondern als junger Mensch. Mit einem Umfeld, das ihm hilft, Verantwortung zu übernehmen und Leistungssport mit Schule zu verbinden.

Vom Dorfplatz ins Leistungszentrum

Henris Geschichte beginnt klassisch dort, wo viele Fußballträume ihren Ursprung haben: auf dem Platz eines kleinen Dorfvereins – mit dem Traum vom großen Profifußball. Von Beginn an war der Sport am runden Leder für ihn mehr als nur Zeitvertreib. „Fußball bedeutet für mich schon Leben. Es ist schwer für mich, ohne Fußball durch den Tag zu kommen“, erzählt er.

Parallel zu seinem Heimatverein kommt er früh in Kontakt mit der TSG Hoffenheim. Über das Kinderperspektivteam nähert er sich Schritt für Schritt dem Leistungsfußball an. Einen ersten greifbaren Meilenstein markiert für den Sechzehnjährigen der Schritt in die U12: „Hier gab es das erste Mal ein richtiges Team mit festen Strukturen und regelmäßigem Training.“ Und von da an sei es „einfach richtig gut gelaufen“, wie er sagt. Von der U12 bis zur U17 arbeitet sich Henri kontinuierlich vom Grundlagenzentrum bis ins Leistungszentrum hoch. Nach dem erfolgreichen Saisonabschluss steht ihm nun mit dem Wechsel in die U19 der nächste Schritt bevor.

Sein Weg vom Dorfverein durch die Ausbildungszentren der TSG Hoffenheim erzählt nicht vom großen Durchbruch oder einer plötzlichen Wendung, sondern von vielen kleinen Meilensteinen, die aufeinander aufbauen. „Ich habe mich hochgearbeitet“, sagt Henri – immer mit dem Blick auf das, was als Nächstes kommt. 

Mehr als Fußball

„Jule und Moritz von Anpfiff ins Leben begleiten uns bei allem, was ansteht. Sie helfen uns auch dabei, als Persönlichkeit zu wachsen“, sagt Henri. Mit dem Wechsel zur TSG Hoffenheim wird die Bildungspartnerschaft der beiden Vereine ein zentraler Bestandteil von Henris Entwicklung. Zu dieser Begleitung gehören schulische Förderung, Nachhilfe, regelmäßige Gespräche mit den Anpfiff-Laufbahnbegleitern Jule Schneider und Moritz Adler und Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen. Daraus entsteht ein stabiles Netzwerk, das im Hintergrund Struktur und Orientierung gibt. „Und ich kann mich einfach darauf konzentrieren, das Beste zu geben“, sagt Henri. 

Während der Fußball zunehmend professionalisiert wird, steigen auch die schulischen Anforderungen. Mit gerade einmal 16 Jahren steht Henri vor dem Abitur – und das mitten in einer intensiven Saison, die schließlich mit der Vizemeisterschaft endet. Was herausfordernd klingt, beschreibt Henri erstaunlich einfach: „Die größte Herausforderung war eigentlich, morgens aufzustehen.“

Als die Belastung durch Schule, Leistungssport und tägliches Pendeln zunimmt begleitet Anpfiff ins Leben Henris Wechsel ans Wilhelmi-Gymnasium und den Einzug ins TSG-Internat. „Wir haben gemeinsam ein Umfeld geschaffen, in dem Henri Schule und Leistungssport erfolgreich und auf hohem Niveau miteinander verbinden kann. Die kurzen Wege, klare Strukturen und die enge Abstimmung haben ihm dabei enorm geholfen,“ erklärt der Anpfiff-Laufbahnbegleiter.

Parallel arbeitet Henri mit Unterstützung durch regelmäßige Nachhilfe in Deutsch und Mathematik bestehende Lücken Schritt für Schritt auf und entwickelt dabei die Eigenständigkeit, schulische Herausforderungen selbst anzugehen. „Unser Ziel ist nicht nur, junge Sportler zu begleiten. Wir wollen sie darin unterstützen, Verantwortung für ihren eigenen Weg zu übernehmen. Bei Henri ist genau das sichtbar geworden“, sagt Moritz Adler.

Wenn der Druck kommt und die Ruhe bleibt

Druck kennt Henri – im Klassenzimmer genauso wie auf dem Sportplatz. Besonders an den Tagen direkt vor einer wichtigen Prüfung oder einem großen Spiel wird er spürbar. „Dann kreisen nachts im Bett schon die Gedanken“, wie der Sechzehnjährige zugibt. Doch im entscheidenden Moment verändert sich etwas: Sobald das Spiel beginnt oder die Prüfung vor ihm liegt, kehrt Ruhe ein. „Wenn man erstmal drin ist, wird es schnell besser.“

Die Ruhe bewahren – gerade im Tor wird diese Fähigkeit bei Henri besonders sichtbar. Er beschreibt sich selbst als „spielerischen Torhüter, gut mit dem Ball am Fuß“. Was hinzukommt, ist ein kühler Kopf in Druckmomenten – Situationen, die auf seiner Position keine Seltenheit sind. „Da kann ja nur einer spielen.“ Konkurrenz ist hier direkter, Entscheidungen fallen sofort ins Gewicht, Fehler sind unübersehbar. Henri versteht das nicht als Belastung, sondern als Teil eines funktionierenden Teams. 

 

Auch mit Rückschlägen geht er auf diese Weise um. In der U17 verliert er zwischenzeitlich seinen Stammplatz im Tor. Doch statt sich zurückzuziehen, bleibt er dran und unterstützt seine Mitspieler. Als er später wieder gebraucht wird, ist er da. Ohne großes Aufheben. Ohne Eitelkeiten. Ohne Groll. „Henri ist einfach so ein Typ, er macht halt einfach. Er macht es – und steht dann auch dazu, wenn mal etwas nicht läuft“, beschreibt Moritz Adler. Genau diese Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und an Rückschlägen zu wachsen, geht für ihn weit über den Fußball hinaus.

Entwicklung statt Ergebnis

Was Erfolg für ihn bedeutet, beschreibt Henri selbst überraschend klar: „Erfolg ist für mich, wenn ich mich weiterentwickle als Person und als Spieler.“ Titel und große Spiele gehören dazu, doch sie stehen nicht im Mittelpunkt. Entscheidend ist für ihn der Weg dorthin. Henri erlebt seine Entwicklung als Zusammenspiel aus Eigenleistung, Unterstützung und Vertrauen. Erfolg bedeutet für ihn deshalb nicht nur sportliche Leistung oder gute Noten, sondern auch persönliche Entwicklung. 

Diese Sicht zeigt sich in den Momenten, die ihm besonders wichtig sind. Ein Spiel, in dem „einfach alles lief“, bleibt ihm genauso im Kopf wie das Abitur. Kein lauter Erfolgsmoment, sondern eine stille Gewissheit: „Man weiß einfach, dass man es geschafft hat.“ 

Verantwortung und Blick nach vorne

Was Henri dabei auszeichnet, ist sein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. „Er hat auch mal einen Termin verpasst – wie jeder. Aber er kommt dann von sich aus, sagt: ‚Sorry, mein Fehler.‘ Und kümmert sich. Diese Eigenständigkeit ist schon besonders“, wie der Anpfiff-Laufbahnbegleiter festhält. 

Deutlich wird das auch, wenn Henri von seinen Zukunftsplänen spricht. Ein Studium ist für Henri gesetzt. Der Traum vom Sprung in den Profifußball bleibt weiterhin wichtig, aber Henri denkt weiter. „Die Karriere geht ja nicht ewig.“ Auch hier zeigt sich seine Bodenständigkeit: Träume ja, aber mit Verantwortung.

Und wenn er anderen etwas mitgeben soll, bleibt er bei dem, was ihn selbst trägt: „Einfach immer sein Bestes geben und sich nicht verrückt machen.“ Dann fügt er mit einem großen Lächeln hinzu: „Und immer Spaß haben.“

Vielleicht ist das der Schlüssel zu seinem Weg. Während andere auf Ergebnisse schauen, konzentriert sich Henri auf Entwicklung. Ohne sich ständig zu fragen, wie besonders das alles ist. Genau das macht ihn zu einer Erfolgsstory. Nicht, weil er laut darüber spricht, sondern weil er einfach macht – auf dem Platz, in der Schule und als Mensch.

 

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