„Marcel hatte dank der guten Berufsvorbereitung mit ‚Anpfiff ins Leben‘ gleich von zwei Ausbildungsunternehmen einen Vertrag angeboten bekommen. Das war wie ein Sechser im Lotto“, freut sich Mutter Angelika Fessler.

Marcel Fessler: Sportlicher Azubi im Landratsamt Rhein-Neckar

„Das war wie ein Sechser im Lotto“, hat sich Angelika Feßler vor gut eineinhalb Jahren für ihren Sohn Marcel gefreut, als die Zusage für eine Ausbildung beim Landratsamt Rhein-Neckar ins Haus flatterte. Im August 2015 ist das erste Lehrjahr fast um – hat Marcel mit der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten wirklich das große Los gezogen?

Für seinen Arbeitgeber hat sich Marcel entschieden, weil er darauf zählt, im öffentlichen Dienst später einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. „Außerdem gibt’s im Landratsamt Gleitzeit. Das passt mit dem Fußballtraining besser“, erklärt Marcel.

„Anpfiff ins Leben“ hat den Sportler vom SV Waldhof in der Berufsorientierungs- und Bewerbungsphase unterstützt – so konnte er am Ende sogar zwischen zwei Ausbildungsplatzangeboten wählen.

„Das erste Lehrjahr war gut. Ich habe zwei Ämter kennengelernt: zuerst die Führerscheinstelle in Weinheim und dann Feuerwehr und Katastrophenschutz in Ladenburg“, erzählt der 17-Jährige. In der Führerscheinstelle geht es vor allem um die Bearbeitung von Anträgen. „Auch mein eigener Führerschein wurde während meiner Zeit dort bearbeitet. Das habe ich dann mal etwas beschleunigt, damit ich mich für die Prüfung anmelden konnte“, schmunzelt Marcel. Außerdem hat er auf dem Amt viele Bekannte gesehen, die mit ihm in Ladenburg zur Schule gegangen sind und ebenfalls ihren Führerschein in Weinheim beantragt haben. Während dort sehr viel Publikum verkehrt, gibt es bei Feuerwehr und Katastrophenschutz in Ladenburg so gut wie gar keine Besucher. Hier werden Firmen zu Brandschutzfragen beraten, was aber oft vor Ort geschieht. So wird zum Beispiel festgelegt, wie Brandmeldeanlagen zu installieren sind und wo im Notfall ein Hubschrauber landen kann. Außerdem ist Ladenburg die Planungs- und Steuerungszentrale, sollte im Rhein-Neckar-Kreis eine Katastrophe passieren. „Das ganze Feld ist breit gefächert und deshalb auch ziemlich kompliziert“, findet Marcel. Die Ausbildungsbeauftragten vor Ort binden den Waldhof-Kicker ein wo es geht, lassen ihn über ihre Schulter schauen und eigenständig Aufgaben erledigen.

Die Ausbildungsbeauftragten vor Ort lassen Marcel bereits eigenständig Aufgaben erledigen.

Zur Berufsschule geht Marcel auf die Julius-Springer-Schule in Heidelberg. „Wir haben dort Blockunterricht. Auf einige Wochen im Amt folgen meist drei Wochen Schule. Anfangs fand ich es schon schwierig, mich da hineinzufinden“, gibt Marcel zu. Auch die neuen Fächer sind eine Herausforderung: Rechtslehre, Wirtschaftslehre und Rechnungswesen hatte Marcel auf der Realschule nicht. „Allgemeine Wirtschaftslehre ist für mich das schwerste Fach, weil dort viel Juristendeutsch verwendet wird. Rechtslehre ist auch nicht ohne – aber die GemO (Gemeindeordnung) ist natürlich mein allerbester Freund“, sagt Marcel mit einem Augenzwinkern. „Generell muss man von Anfang an gut aufpassen und lernen, damit man mitkommt.“ Im zweiten Lehrjahr will der Waldhof-Kicker am „Anpfiff ins Leben“-Jugendförderzentrum Mannheim Nachhilfe in Rechnungswesen nehmen, um für die Zwischenprüfung gewappnet zu sein.

Die vergangene Fußball-Saison ist für Marcel und seine Teamkollegen durchwachsen verlaufen. Die U19 ist aus der A-Junioren-Bundesliga abgestiegen. Als junger A-Jugendspieler kickt Marcel nun in der 2. Herrenmannschaft (U23) des SV Waldhof. „Ich hätte gern noch ein Jahr U19 in der Oberliga Baden-Württemberg gespielt. Deswegen war das erstmal eine schwierige Zeit für mich.“ Seinen Wechsel in die U23 sieht er mittlerweile positiv: „Ich finde es interessant, gegen Fußballer zu spielen, die viel älter sind als ich.“ Daraus will Marcel Vorteile ziehen und sich weiterentwickeln.

Marcel macht eine Ausbildung beim Landratsamt Rhein-Neckar zum Verwaltungsfachangestellten

Im Oktober 2015 wird Marcel volljährig. Zum 18. Geburtstag hat er sich einen neuen Opel Corsa gekauft – das erste eigene Auto! Möglich geworden ist die Anschaffung durch seine Ausbildungsvergütung und einen Zuschuss der Eltern. „Marcel hat eisern gespart für das Auto und sich genau überlegt, was er wofür ausgibt“, erzählt Mutter Angelika Feßler mit einem Anflug Stolz in der Stimme. Ihr Sohn sei selbstständiger geworden, meint sie und ist überzeugt: „Die Ausbildung war der richtige Schritt.“ Zufrieden mit der Entwicklung sind nicht nur die Eltern, sondern auch Ausbilderin Sonja Hillebrand: „Wir haben einen guten Eindruck von Marcel.“

Der sportliche Azubi hat sich bereits über Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Anschluss an die Ausbildung informiert und wagt einen Blick in die Zukunft: „Denkbar ist auf jeden Fall, die Verwaltungsprüfung zum Fachwirt zu machen.“ Dafür stehen die Chancen gut, denn die Auszubildenden beim Landratsamt Rhein-Neckar werden in der Regel übernommen.

Katharina C. Müller

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