"Anpfiff ist ein guter Ort, um sich als Lernbegleiter erproben zu können. Ich habe mich definitiv fachlich weiterentwickeln können, aber auch ein bisschen pädagogisch und didaktisch."


 

Der rasende Mathelehrer - Michael Palumbo

Ein ganzes Jahrzehnt war Michael Palumbo Teil der Anpfiff-Familie. Zum neuen Jahr beginnt der beliebte „rasende Mathelehrer“ nun sein Referendariat am Gymnasium Walldorf und damit ein ganz neues Kapitel. Wir blicken zu diesem Anlass noch einmal auf seine Zeit bei Anpfiff ins Leben zurück und möchten seine Erfolgsstory erzählen.

Als Schülerpraktikant kam Michael Palumbo zum ersten Mal in Berührung mit dem Verein und der Arbeitswelt. Der heute 27-Jährige war selbst Fußballer und Trainer und ist heute noch als Schiedsrichter im Kreis Mannheim unterwegs. 2010 fing er schon als Schüler an, am JFZ Walldorf Mathematik-Nachhilfe zu geben und nach seinem Abitur auch gleich Vorbereitungskurse für den nächsten Jahrgang. Im Sommer 2019 schloss er sein Masterstudium Lehramt für Gymnasium für die Fächer Mathematik und Biologie an der Universität Landau ab.

Anpfiff ins Leben: Michael, wie sah eine typische Woche bei dir aus?

Michael: Bevor ich 2019 als pädagogischer Mitarbeiter mit 30 Stunden fest angestellt war, war ich nur am JFZ Walldorf. Dann kamen Kirchheim, der Golf Club und das Mädchenförderzentrum in St. Leon-Rot und im ersten halben Jahr auch das Handballförderzentrum Kronau dazu. Das waren Einzelstunden für circa 20 Schüler und dazu noch die Abi-Kurse von Januar bis April. Bis auf einen Neuntklässler im Golf Club hatte ich nur Oberstufenschüler: zehnte, elfte oder zwölfte Klasse. Die meisten der Schüler kamen aus Baden-Württemberg, wobei zwei Mädchen der TSG Hoffenheim in Hessen zur Schule gingen und ich mich für deren Stoff teilweise ein bisschen mehr einlesen musste.

Michael Palumbo fühlt sich bei Anpfiff wohl
Michale Palumbo (3. von links) im Kreis der jungen Sportler


Anpfiff ins Leben: Welche Vor- oder Nachteile haben die Einzelstunden gegenüber der Lernsituation in der Schule?

Michael: In den Einzelstunden kann man natürlich viel besser auf die Bedürfnisse, Fragen oder Probleme der einzelnen Schüler eingehen und ist auch zeitlich viel flexibler. Natürlich ist es auch eine ganz andere Atmosphäre. Gerade die älteren Schüler kommen freiwillig und merken, dass sie von unserem Angebot profitieren. Nicht alle haben große Probleme in Mathe, manche stehen schon auf über 10 Punkten und wollen sich immer weiter verbessern. Viele haben ihre Abi-Prüfung dann auch mit 14 Punkten geschafft. Ob man einen Kurs mit 25-30 Leuten oder hier Einzelunterricht hat, macht viel aus. Auch im Abi-Kurs sind zwei Lehrer für gut zehn Schüler da, wodurch eine intensive und individuelle Betreuung gewährleistet ist. Im Golf Club gibt es zusätzlich immer mal wieder die Möglichkeit, die Lernbegleitung über das iPad anzubieten, so kann man auch vom Schreibtisch aus arbeiten. Zum Beispiel konnte ich mit einer Schülerin aus Stuttgart manche der Stunden auch über FaceTime oder WhatsApp halten und auch das hat gut funktioniert.

Michael Palumbo beim Einzelunterricht
Die Individualförderung bietet den Schülern viele Vorteile


Anpfiff ins Leben: Gibt es weitere Besonderheiten am Golf Club?

Michael: In der neuen modernen Lernetage dort ist die Ausstattung perfekt. In den vielen kleinen Räumen kann man die extra dafür vorgesehenen Wände beschreiben und hat Bildschirme für Präsentationen oder Übungen zur Verfügung. Wie in jedem Zentrum kann man dort alle Bücher bekommen, auch neuere Lernbücher als in den Schulen.

Lernraum bei Golfclub
Die neuen Lernräume am Golf Club St. Leon-Rot bieten optimale Bedingungen für Lernbegleiter und Schüler

Anpfiff ins Leben: Wie beurteilst du Anpfiff ins Leben als Arbeitgeber?

Michael: Dieses Jahr zwischen Uni und Einstieg in der Schule war sehr schön. Die Atmosphäre ist locker, die Kollegen gut drauf und wenn man etwas braucht, kann man sich immer an jemanden wenden. Im Gegensatz zu vielen staatlichen Schulen hat man hier die Möglichkeit, viel mehr digital zu arbeiten. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und wusste die Freiheiten zu schätzen, auch mal von zu Hause aus mit dem iPad unterrichten zu können. Es ist schön, verschiedene Zentren und Schüler kennengelernt zu haben. Ich konnte mein ganzes Studium durch Nachhilfe finanzieren und habe dabei auch sehr viel gelernt. Sogar mehr als in der Uni, wo meiner Meinung nach leider noch zu wenig Wert auf die pädagogische und didaktische Ausbildung angehender Lehrer gelegt wird. Anpfiff ist ein guter Ort, um sich als Lernbegleiter erproben und weiterentwickeln zu können.

Lernmaterial
Besonders Mathematik-Nachhilfe ist bei den Anpfiff ins Leben-Sportlern sehr gefragt


Anpfiff ins Leben: Was hast du denn speziell gelernt?

Michael: Ich habe mich definitiv fachlich weiterentwickeln können, aber auch ein bisschen pädagogisch und didaktisch. Ich konnte Erfahrungen darin sammeln, welche Art der Vermittlung fachlicher Inhalte oder welche Umgangsart bei den Schülern gut oder eher schlecht ankommt. Gerade die Abiturienten sind für sich selbst verantwortlich und ich habe versucht, die Lernsituation so angenehm wie möglich zu gestalten. Manchmal muss man hart bleiben, aber manchmal hat ein Schüler auch schon zehn Stunden in der Schule hinter sich und da lässt man es dann auch mal ein bisschen langsamer angehen. Natürlich muss man Rücksicht darauf nehmen, wenn viele Klausuren anstehen oder der Schüler auch viel Wert auf andere Fächer und natürlich das Training legen muss.

Michael Palumbo
Einige Spieler begleitete Michael Palumbo über viele Jahre hinweg


Anpfiff ins Leben: Merkst du bei der Arbeit mit den jungen Leistungssportlern Besonderheiten, außer dass sie weniger Zeit haben?

Michael: Ich habe das Gefühl, dass sie sich besonders gut fokussieren können. Beim Sport muss man konzentriert im Training dabei sein, dem Trainer zuhören und machen, was er sagt. In einer Mannschaft können schlecht 25 Spieler hinterfragen, was der Trainer vorgibt. Die Schüler haben dann auch hier meine Ratschläge angenommen und gemerkt, dass es so gut läuft. Natürlich ist es auch wichtig, über bestimmte Dinge zu diskutieren und ich habe den Schülern dafür immer Raum gegeben, wenn es möglich und sinnvoll war.

Anpfiff ins Leben: Du hast jetzt einen Referendariatsplatz am Gymnasium Walldorf, gleich auf der anderen Straßenseite. Wirst den ein oder anderen Spieler dort als Lehrer wiedertreffen? Was wird dir hier am meisten fehlen?

Michael: Ich kenne ein paar Spieler, die dort zur Schule gehen und natürlich kann das passieren. Aber sie freuen sich darauf, genau wie ich mich auf sie und auf meine neue Aufgabe an dieser Schule freue. Ich habe bisher nur Positives über das Gymnasium Walldorf gehört. Mir wird das Beisammensein mit den Kollegen bei Anpfiff fehlen, aber man kann ja einfach mal kurz vorbeischauen. Auch der Einzelunterricht wird mir fehlen. Gerade in den ersten Jahren, als ich kaum älter als die Schüler war, haben sich Freundschaften entwickelt und mit einigen habe ich immer noch viel Kontakt. Bei meiner Arbeit hier habe ich viele Freunde gefunden.

Das Interview führte Simon Stark

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