Monikas Lebensmotto „Gibt Dir das Leben Zitronen – mach Limonade draus“

Skifreizeit mit Freunden
Monika beim Reiten auf "Miss Emma"
Auszeit beim Wandern im Herbst 2016

Es ist ein wundervoller Sommertag im August 1981, an dem die junge lebenslustige Monika  ihren sechsjährigen Sohn Jan zu den Großeltern bringt. Sie möchte einen unbeschwerten Tag mit ihrem Freund Werner verbringen. Er holt sie mit seinem Motorrad ab. Zunächst treffen sie sich mit Freunden zum Kegeln, anschließend sind sie auf einen Geburtstag eingeladen. Dort kommen sie nicht an. Ein Autofahrer schneidet ihre Spur, es gibt kein Ausweichen. Monika Geider, heute 59 Jahre alt, erinnert sich: „Mir war sofort klar, was passiert ist.“ Die jungen Leute sind schwerverletzt, beide verlieren das linke Bein.

Gemeinsam liegen sie in der Chirurgie in einem Zimmer. Danach folgt bis Weihnachten ein Aufenthalt in der Orthopädie in Schlierbach. Monika lässt sich nicht unterkriegen. Sie nimmt sich ein Beispiel an anderen Menschen, die sie in der Klinik und später in der Reha kennenlernt. Monikas Wahlspruch lautet: „Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus.“ Schon im März des folgenden Jahres arbeitet sie wieder bei ihrem alten Arbeitgeber als Bürokauffrau. An der Einschulung ihres Sohnes nimmt sie noch im Rollstuhl teil.

Ihr Umfeld und ihre Offenheit erleichtern die Verarbeitung des Unfalls. Neben der Familie sind es alte und auch neu gewonnene Freundschaften, die dabei helfen, das Geschehene locker zu sehen.
Werner liegt länger in der Klinik als Monika. Nach seiner Entlassung entschließen sich die Beiden, zu heiraten. Zwei Töchter, Lisa und Mona, kommen zur Welt, auf die das Paar sehr stolz ist. Für die Mädchen ist es ganz normal und kein besonderes Thema, dass jedem Elternteil ein Bein fehlt bzw. eine Prothese trägt. Als die Kleinen im Kindergarten sind, äußern sie den Wunsch nach einer Mama, die Fahrrad fahren kann. Monika kauft ein Klapprad und lernt damit fahren. Sie lacht: „Ich bin anfangs oft hingefallen.“ Aber es klappt mit der damaligen Prothese. Das erste Mal hadert Monika beim Erzählen ihrer Geschichte ein wenig, denn mit der aktuellen Prothese kann sie nicht mehr fahren. Das Problem ist die hohe Amputation und die damit verbundenen Schwierigkeiten mit dem Sattel. Doch auch da, so ist sie sicher, wird sich noch eine Lösung finden.

Ärgerlich findet Monika die Bürokratie rund um die Amputation, die zum Beispiel mit der Verlängerung des Behindertenausweises verbunden ist. Alle drei Jahre muss er neu beantragt werden. Irgendwann platzt ihr der Kragen. Sie schreibt einen Brief mit dem Hinweis, dass sie sich umgehend melden wird, falls unerwarteter Weise das Bein wieder nachwachsen sollte. Seitdem hat sie Ruhe vor dem Versorgungsamt.

Seit zehn Jahren gehen Monika und Werner getrennte Wege. Verbunden sind sie noch immer über ihre Töchter, und sie sehen sich auch beim gemeinsamen Sport des Bereichs „Bewegungsförderung für Amputierte“ von Anpfiff ins Leben e.V. Denn Monika ist sich sicher - Bewegung ist das A und O nach einer Amputation. Sie geht regelmäßig ins Fitness-Training und auch zum Schwimmen, wandert mit Nordic Walking Stöcken – und fährt Krücken-Ski. Seit Jahrzehnten treffen sich in jedem Winter dreißig Personen, überwiegend mit Amputation, zum Skifahren. Kennengelernt hat sich diese muntere Gruppe in der Klinik bzw. in der Reha. Einmal wird Monika am Pistenrand von einem kleinen Jungen erstaunt gefragt: „Wie gehst Du denn, wenn Du keinen Ski an hast?“ Sie lacht bei der Erinnerung, schüttelt den Kopf und meint: „Es ist wichtig, die Hemmungen zu verlieren und die Prothese auch mal abzulegen.“ Sie ist sich sicher, dass es einfacher und besser ist, offen mit der Amputation umzugehen.

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