„Anpfiff ins Leben ist für mich ein Zuhause geworden! Hätte mir vor 20 Jahren jemand gesagt, wo ich heute stehe, hätte ich es nicht geglaubt!“

 

Kämpfte sich im Sitzvolleyball bis in die internationale Klasse vor - Salome Hermann

„Hätte mir vor 20 Jahren jemand gesagt, wo ich heute stehe, hätte ich es nicht geglaubt“, erzählt Salome Hermann. „Aber es hätte mir unheimlich viel Hoffnung und Kraft gegeben“, fügt sie lächelnd hinzu. Die Mitarbeiterin von Anpfiff ins Leben und Sitzvolleyballspielerin von Anpfiff Hoffenheim und des Nationalteams bekam mit 13 Jahren die niederschmetternde Diagnose: Krebs. Nach einer Verletzung entdeckten die Ärzte einen bösartigen Tumor im linken Bein. Die vorgesehen fünf Jahre nach erfolgreicher Chemotherapie bis zum Ziel „krebsfrei“ schaffte sie nicht.

Im Alter von 16 Jahren musste nach einem Rückfall schließlich ihr Bein amputiert werden. „Danach hat der organisierte Sport in meinem Leben erstmal lange keine große Rolle gespielt. Ich wollte einfach nur leben“, meint die heute 35-Jährige. Sie wuchs auf einem großen Hof mit vielen Geschwistern auf. „Da gab es immer etwas, um sich körperlich auszupowern“. So war das Verlangen nach körperlicher Ertüchtigung außerhalb der eigenen vier Wände lange Zeit nach der Operation erst einmal recht gering. „Dennoch war der Wunsch, nach der einen passenden Sportart, am besten im Team, irgendwann da“, erinnert sich Salome.


Als 2013 dann die Amputiertenförderung ins Leben gerufen wurde, entstand der erste Kontakt zu Anpfiff. „Am Anfang habe ich noch Amputierten-Fußball und Sitzvolleyball gleichzeitig gespielt“, berichtet sie. Schnell kristallisierte sich jedoch ihr Talent auf dem Volleyballfeld heraus, sodass die Entscheidung zwischen den beiden Sportarten nicht allzu schwer fiel. Und das, obwohl sie die Grundsteine für das Projekt „Amputierten-Fußball“, welches damals noch in den Kinderschuhen steckte, maßgeblich mit setzte. Der Sitzvolleyball entwickelte sich in den folgenden Jahren, ebenfalls mit und durch Salome geprägt, schnell weiter: „Es war echt überraschend, wie erfolgreich das alles gewachsen ist.“


Heute spielt das Team unter Trainer Rudi Sonnenbichler internationale Turniere und kann auf viele Erfolge zurückblicken. Anfang des Jahres ging es für Salome mit dem Nationalteam in Kanada dann sogar um das Ticket für die Paralympics 2021 in Tokyo. Auch wenn dieses Ziel knapp verfehlt wurde, war das Spiel um Platz drei dennoch ein riesen Erfolg.

Viel Zeit, um das Ganze zu verdauen bleibt allerdings nicht, denn die nächsten großen Turniere warten schon: „Im kommenden Mai sind die Europameisterschaften in Antalya“, verrät sie. Und auch wenn es mit Tokyo noch nicht geklappt hat, bereitet sich das Team schon jetzt für die nächsten paralympischen Spiele, die 2024 in Paris stattfinden sollen, vor.

Leider trübt Corona auch hier beim Blick in die Zukunft etwas die Freude: „Ein großes Turnier in Finnland wurde für Januar jetzt schon abgesagt“, berichtet die Sitzvolleyballerin. Und auch die deutschen Meisterschaften konnten in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Doch auch eine solch hartnäckige Pandemie kann Salomes Lebensfreude und Optimismus nicht schmälern: Sie entwickelte ein Hygienekonzept für die Mannschaft und vermittelte in dieser schwierigen Zeit immer wieder zwischen Anpfiff ins Leben und ihrem Team. „Ich liebe es einfach, Dinge mitzugestalten und genau diese Möglichkeit bekomme ich bei Anpfiff“.


Dass sie so viel Zeit investieren kann, verdankt sie nicht zuletzt auch ihrem Arbeitgeber. Als Ergotherapeutin unterstützt sie Schülerinnen und Schüler mit Handicap an der Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd. Für ihren Chef ist es ganz selbstverständlich, sie für große Turniere oder Trainingslager freizustellen. „Das ist wirklich ein großes Geschenk“, weiß Salome.

 

Seit Juli 2020 gehört sie nun auch offiziell als Angestellte zum Anpfiff ins Leben Team und arbeitet einmal die Woche im Pavillon in Hoffenheim, wo die Bewegungsförderung für Amputierte beheimatet ist. Darüber freut sie sich ganz besonders: „Anpfiff ins Leben ist für mich über die Jahre echt ein Zuhause geworden und die Leute hier eine zweite Familie.“

Text von Sophie Krischa

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