„Fußball und Schule werden in der AKADEMIE gleich gewichtet, meinen Einsatz als Lehrer habe ich noch keine Sekunde bereut.

Volker Hoffmann: Noch keine Sekunde bereut

Volker Hoffmann wollte nie Lehrer werden. „Was wir damals alles in der Schule angestellt haben — das wollte ich mir selbst nicht zumuten“, erinnert er sich und lacht. Doch die Physik interessierte ihn schon immer, nach der Schule und dem Studium machte er sein Diplom — mit 1,0, das musste etwas heißen. Aber Lehrer? Nein, Hoffmann wollte doch Physiker werden. „Dann fragte mich ein Bekannter, ob ich denn nicht mal ein paar Mathe-Stunden geben wolle“, sagt er. Erst sei er skeptisch gewesen, hatte sich das gut überlegt, doch sagte letztendlich zu.

„Das war der Hammer“, meint Hoffmann. Das Unterrichten machte ihm Spaß, großen sogar. „Und der Oberhammer: meine Schüler fanden es auch klasse“, lacht er.

So fand Hoffmann seinen Weg in den Beruf des Lehrers, ohne spezielle Ausbildung – das Referendariat hat er später nachgeholt. Eigentlich wollte er nie Lehrer werden — nun ist er 72 und blickt auf 50 Jahre in diesem Job zurück.

Nach seiner ersten Station am Heidelberger St. Raphael Gymnasium, verschlug es ihn an die Privatgymnasien in St. Leon-Rot, Schwetzingen und Weinheim. Vor gut drei Jahren kam dann ein Angebot, dass Hoffmann nicht ausschlagen konnte. Uwe Rahn — Geschäftsführer in St. Leon-Rot und Schulleiter in Weinheim — war der Initiator. „Volker, die suchen in Hoffenheim noch einen guten Mathelehrer“, erinnert sich Hoffmann noch genau an Rahns damalige Worte. Gemeint war das Leistungszentrum der achtzehn99 AKADEMIE, in der tagtäglich die jungen Fußball-Talente der TSG 1899 Hoffenheim ein und aus gehen.

Fußball und Schule werden in der AKADEMIE gleich gewichtet, dafür sorgen vier hauptamtliche „Anpfiff ins Leben“-Mitarbeiter. „Wer morgens nicht den Unterricht besucht, darf auch nachmittags nicht auf den Fußballplatz“, sagt Hoffmann.

 Im Jahr 2008 wurde die engmaschige Kooperation zwischen „Anpfiff ins Leben“, der TSG und den damals fünf, inzwischen sechs, Sinsheimer Schulen vom Deutschen Fußballbund mit dem Zertifikat „Eliteschule des Fußballs“ ausgezeichnet. Zum Konzept gehört, dass die Nachwuchstalente ihr Lernpensum nachholen, wenn wegen des Sports mal etwas ausfallen muss. Zur Unterstützung der Sportler suchte „Anpfiff ins Leben“ in der achtzehn99 AKADEMIE Lehrkräfte. Mit Jugendlichen umgehen kann Hoffmann. Dazu die Fächer Mathe und Physik, seine Spezialgebiete — Hoffmann sagte zu.

Volker Hoffmann wollte eigentlich nie Lehrer werden

Inzwischen kennt ihn in der AKADEMIE fast jeder. Die Jungs sprechen ihn an, grüßen, umarmen ihn sogar. Viele von ihnen wissen, was sie ihm zu verdanken haben. Hoffmann betreut den Nachwuchs der TSG vier Nachmittage in der Woche, von U16 bis U23 ist jede Altersklasse mit dabei, manchmal sogar der ein-oder andere angehende Fußballprofi. „Es ist ganz wichtig, dass die Jugendlichen trotz des Fußballs die Schule nicht vernachlässigen“, sagt er.
Die sogenannten Laufbahnbegleiter von „Anpfiff ins Leben“ überprüfen die Noten, teilen die Nachhilfepläne ein und geben dem zwölfköpfigen Lehrerteam in Hoffenheim über jede Änderungen Bescheid. Hoffmann hat schon viele Erfahrungen gemacht, schier alles erlebt.

Hoffmann unterrichtet sowohl in Zweier- bis Fünfer-Gruppen, aber auch individuell

„Es gibt beide Arten von Schülern“, sagt der Edinger, „viele sind unglaublich motiviert, kommen mit Freude in den Unterricht, möchten etwas lernen.“ Und dann gebe es diejenigen, bei denen man zunächst einmal die Lust und auch den Blickwinkel auf die Mathematik ändern müsse.

In Hoffenheim unterrichtet er sowohl in Zweier- bis Fünfer-Gruppen, als auch individuell. „Bei Fragen können die Jungs jederzeit auf mich zukommen“, sagt er, „ich nehme mir dann die Zeit.“ Da kam es auch schon mal vor, dass Hoffmann sonntags in die Akademie fuhr. „Mein damaliger Schüler hatte mir freitags beiläufig von seiner anstehenden Klausur erzählt — die war für Montag angesetzt“, lacht er, „aber das sind Ausnahmen.“

Spannend wird es nur, wenn ein Schüler bei der Nationalmannschaft ist. Bei manchen Lehrgängen wird dann der Unterrichtsstoff von zwei oder drei Wochen versäumt. „Das ist schon eine Herausforderung“, sagt er, „aber wenn die Jungs mitziehen, bekommen wir das hin.“

Hoffmann sitzt in der Kantine, wirkt glücklich, scherzt, lacht. Eigentlich wollte er nie Lehrer werden. Nun mag er die Arbeit mit den Schülern — und die Schüler mögen seinen Unterricht. Dann sagt er: „Ich habe noch keine Sekunde bereut.“

Autor: Tillmann Bauer

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