Das Konzept der schulischen Förderung von Anpfiff ins Leben basiert auf der Überzeugung, dass sportliche Entwicklung und Bildung Hand in Hand gehen. Doch jedes noch so gute Konzept wird erst durch die Menschen zum Leben erweckt, die es täglich mit ihrer Energie füllen. In Heidelberg ist das allen voran Koordinatorin Sina Schiele, die das Förderzentrum leitet. An ihrer Seite steht ein starkes Team aus 16 engagierten Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern – darunter die Lehramtsstudentin Lena Koppert, die den Nachwuchsfußballern nicht nur Fachwissen, sondern auch echten Rückhalt schenkt.
Der Blick über den Tellerrand
Sina Schiele weiß genau, was die jungen Sportler brauchen. Ihre Reise bei Anpfiff ins Leben begann bereits 2007 als eine der ersten Nachhilfelehrerinnen in der TSG Akademie. Später prägte sie den Aufbau des Mädchen- und Frauenfußballs der TSG Hoffenheim mit und begleitete jahrelang Internats- und Gastfamilienspieler im Nachwuchsleistungszentrum. Diesen reichen Erfahrungsschatz bringt sie heute in Heidelberg-Kirchheim ein.
Dabei zeigt sich schnell: Für Sina umfasst schulische Förderung weit mehr als die Vermittlung von Lernstoff. Sie legt großen Wert auf eine Umgebung, in der sich die Kinder und Jugendlichen wohlfühlen, Vertrauen fassen und mit ihren Fragen ernst genommen werden. Durch gemeinsame Aktionen stärkt sie den Zusammenhalt und sensibilisiert die Lernbegleiter dafür, den jungen Sportlern mit einem offenen Ohr zur Seite zu stehen. „Mir geht es darum, dass einzelnen Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg geholfen wird“, betont Sina.
Ein starkes Team
Genau diese Haltung lebt auch Lena Koppert vor. Die 24-jährige Lehramtsstudentin der Fächer Mathematik und Geschichte kam über ihr Freiwilliges Soziales Jahr zu Anpfiff ins Leben und ist Lernbegleiterin aus voller Überzeugung. „Die Kinder und Jugendlichen können zu uns kommen, ohne direkt mit Noten unter Druck gesetzt zu werden. Da werde ich für den ein oder anderen auch schnell zur Vertrauensperson“, erklärt Lena.
Das belegt das Beispiel eines achtjährigen Drittklässlers: Als Jüngster unter überwiegend älteren Jugendlichen fasste er unter der Anleitung von Lena schnell Vertrauen, verlor jede Scheu und blühte regelrecht auf. Seine Mutter bedankte sich später überglücklich beim Team für die neue Freude am Lernen, die ihr Sohn mit nach Hause brachte.
Sina weiß es sehr zu schätzen, was die Lernbegleiter hier leisten. Besonders freut sie sich, dass Lena auch im neuen Schuljahr an ihrer Seite bleibt. „Lena ist ein absoluter Gewinn für unser Team“, schwärmt Sina. „Sie bereichert die Förderung mit wertvollen pädagogischen Impulsen, ist empathisch, zuverlässig und trifft im Umgang mit den Spielern immer den richtigen Ton.“
Der wichtigste Plan B
Dass heute rund 60 Kinder und Jugendliche die schulischen Angebote nutzen, ist kein Zufall. Als Sina vor knapp zwei Jahren in Heidelberg begann, arbeiteten dort vier Lernbegleiter mit etwa zehn Teilnehmern. Sie ging aktiv in die Mannschaften und machte die schulische Förderung bei Spielern und Familien bekannt. Gleichzeitig baute sie das Team auf 16 Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter aus.
Das entlastet die Familien und gibt den Nachwuchskickern die Chance, Wissenslücken im vertrauten Umfeld aufzuarbeiten. Denn selbst wenn es mit der Profikarriere nicht klappen sollte: Über die schulische Förderung schaffen sich die jungen Sportler einen starken Plan B und damit beste Voraussetzungen für ihren weiteren Weg.
Mit frischem Programm ins neue Schuljahr
Neben Lernzeit und Individualförderung hat Sina Schiele den „English Speaking Club“ wiederbelebt. Dort bauen die Jugendlichen Hemmungen beim Sprechen ab – ob bei Spielen oder direkt draußen beim Kicken. Die einzige Regel: Es wird ausschließlich Englisch gesprochen.
Zum neuen Schuljahr soll außerdem ein Mathe-Basiskurs starten. Er setzt früher an als die Prüfungsvorbereitung und soll dabei helfen, die Grundlagen zu verfestigen.
Rückblick 2025/26:
16 LernbegleiterInnen
15 Spieler in der Lernzeit
38 Spieler in der Individualförderung
10 Spieler im Speaking Club
Stundenumfang:
8 Wochenstunden Lernzeit zuzüglich Individualförderung im Durchschnitt 40 Wochenstunden
Lernzeiten: Mo-Do 14:00 - 17:00 Uhr
Individualförderung: nach Vereinbarung
Infobox: Schulische Förderung in Heidelberg
Was: Lernzeit, gezielte Individualförderung, English Speaking Club (1 x wöchentlich), Mathe-Basis-Kurs, Prüfungsvorbereitungskurse
Wann: Lernzeit von Montag bis Donnerstag (14.00 bis 17.00 Uhr); Individualförderung nach Absprache
Wer: Nachwuchsspieler der SG Heidelberg-Kirchheim (Betreuungsschlüssel maximal 1:5)
Kontakt: Sina Schiele (Koordinatorin Schule/Beruf/Soziales),

