Fünf Standorte ein Ziel
Einer, bei dem die Infos aus allen fünf Standorten zusammenlaufen, ist Marcel Metz. Als Gesamtkoordinator Schule/Beruf/Soziales bündelt er neue Ideen, Themen und Statistiken und behält dabei das große Ganze im Blick. „Jeder SBS-Koordinator bringt seinen eigenen Erfahrungsschatz und seine Persönlichkeit mit ein. Genau so soll es auch sein“, beschreibt Marcel den Ansatz.
Um sich regelmäßig auszutauschen, treffen sich die Koordinatorinnen und Koordinatoren alle sechs bis acht Wochen reihum in den verschiedenen Förderzentren. Dann tauschen sie Erkenntnisse und Herangehensweisen aus und entwickeln neue Konzepte oder Lernangebote. Jeder Standort setzt dabei eigene Schwerpunkte und richtet Lernzeit, Individualförderung und Prüfungsvorbereitung gezielt an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen vor Ort aus.
Ein stabiles Fundament
Damit diese Angebote überhaupt in diesem Umfang stattfinden können, braucht es verlässliche Partner. Den größten Teil der Anpfiff ins Leben-Förderung trägt die Dietmar Hopp Stiftung. Einzelne Angebote werden ergänzend von Unterstützern gefördert.
Vom Begleiter zum Koordinator
Marcel kennt die Arbeit mit den Schülern aus eigener Erfahrung. Sein Weg zu Anpfiff ins Leben begann während seines Sportökonomie-Studiums, zunächst noch ohne konkreten Karriereplan. „Ein bisschen Berufsorientierung hätte mir damals sicher auch nicht geschadet“, sagt er mit einem Schmunzeln. Zwei Dinge wusste er jedoch früh: Er wollte im Sport arbeiten und mit Menschen etwas bewegen
Seit 2014 arbeitet Marcel fest für Anpfiff ins Leben und begleitete unter anderem Nachwuchsfußballer der TSG-Akademie im schulischen und beruflichen Kontext. Nach insgesamt mehr als neun Jahren in der direkten Arbeit mit Spielern, Eltern und Schulen entschied er sich bewusst für den Wechsel in die Hauptgeschäftsstelle und, wie er selbst sagt, für „einen kleinen Tapetenwechsel“.
Bestens abgestimmt
Dabei arbeitet Marcel eng mit Marcus Zegowitz aus der Vereinsführung Schule/Beruf/Soziales zusammen. Beide verbinden die Standorte mit den Fachabteilungen und bereiten strategische Themen vor. Marcus vertritt den Bereich zusätzlich auf Ebene der Vereinsführung und ist unter anderem bei Personalfragen federführend. Das Duo stimmt sich eng miteinander und den Teams vor Ort ab.
Starke Bilanz
Im Schuljahr 2025/2026 leisteten 65 Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter insgesamt 7.042,75 Stunden schulische Betreuung. 75 Kinder und Jugendliche nutzten die Lernzeit, 110 die Individualförderung. Hinzu kamen der English Speaking Club mit 10 Teilnehmern am JFZ Heidelberg und Prüfungsvorbereitungskurse an allen Standorten.
Die Zahlen machen den Umfang sichtbar. Die Wirkung zeigt sich jedoch vor allem in den Geschichten dahinter: wenn Kinder Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewinnen, Jugendliche ihren Abschluss schaffen und Familien im Alltag entlastet werden. „Letztendlich geht es uns darum, dass für die Jungs und Mädels, die wir betreuen, das Beste dabei herauskommt“, bringt Marcel den gemeinsamen Anspruch auf den Punkt.
Digital und persönlich ins neue Schuljahr
Mit diesem Anspruch geht das Team ins neue Schuljahr. Digitale Anmeldungen sollen die bisherige Zettelwirtschaft zunehmend ablösen, gemeinsame Vorlagen und Marketingmaßnahmen die Kommunikation an den Standorten erleichtern. Der persönliche Kontakt bleibt dabei das Herzstück der Förderung: Menschen, die zuhören, motivieren und jungen Sportlerinnen und Sportlern die Unterstützung geben, die sie auf ihrem weiteren Weg brauchen.
Kennzahlen schulische Förderung der Jugendförderzentren
Standorte: Ludwigshafen, Speyer, Heidelberg-Kirchheim, Walldorf und Gimbsheim
Schulische Betreuung insgesamt: 7.042,75 Stunden
Lernzeit: 53 Stunden pro Woche; rund 2.107 Stunden im Schuljahr; 75 Kinder und Jugendliche
Individualförderung: 124 Stunden pro Woche; rund 4.936 Stunden im Schuljahr; 110 Kinder und Jugendliche
Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter: 65
Neben der Jugendsportförderung mit den fünf erwähnten Standorten arbeitet Anpfiff ins Leben bereits seit vielen Jahren mit den Spitzenclubs der Region zusammen, damit auch sportliche Toptalente von der 360°-Förderung profitieren. Die TSG Hoffenheim, der Golfclub St. Leon-Rot und die Rhein-Neckar-Löwen verantworten ihre Jugendabteilungen selbst, in den Förderbereichen Schule, Beruf, Soziales steht Anpfiff ins Leben ihnen als Bildungspartner zur Seite.
Kennzahlen schulische Förderung der Bildungspartner
Standorte: TSG-Akademie, Mädchen & Frauenfußballförderzentrum St. Leon-Rot, Golfclub St. Leon-Rot, Junglöwen Kronau
Schulische Betreuung insgesamt: 5.273,00 geleistete Stunden
Lernzeit: 16 Stunden pro Woche; rund 420 Stunden im Schuljahr; 25 Kinder und Jugendliche
Individualförderung: 184 Stunden pro Woche; rund 4.852 Stunden im Schuljahr; 172 Kinder und Jugendliche
Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter: 67

