Schon zu Beginn machte Christian deutlich: „Es braucht keine zwei Beine, um Fußball spielen zu können.“ Mit vielen Krücken im Gepäck stellte er den Jungs zunächst die Regeln des Amputierten-Fußballs vor und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen. Neugierig stellten die Spieler zahlreiche Fragen, bevor es ernst wurde: Nach dem individuellen Einstellen der Krücken starteten erste Laufübungen – vorwärts, rückwärts und seitlich. Schnell wurde klar, wie viel Koordination und Kraft dafür notwendig sind.
Dann kam der Ball ins Spiel: Beim Passspiel und Torschuss galt es, das richtige Bein einzusetzen – nur das Standbein darf den Ball berühren. Spätestens hier merkten die Spieler, wie fordernd das Kicken auf Krücken ist: Arme, Handgelenke und das Sprungbein waren stark gefordert. „Das ist ganz schön anstrengend!“, stellten die Jungs außer Atem fest. Christian konnte darüber nur schmunzeln: „Und morgen kommt der Muskelkater – das gehört einfach dazu.“
Doch trotz der körperlichen Belastung stand der Spaß im Vordergrund. Mit großem Einsatz und viel Ehrgeiz spielten die Nachwuchskicker am Ende in einem Abschlussturnier gegeneinander und zeigten, was sie gelernt hatten.
Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus: „Das hat uns riesigen Spaß gemacht – vielleicht können wir sogar mal ein Freundschaftsspiel gegen Christians Mannschaft organisieren!“ Auch das Trainerteam und die Betreuer zeigten sich begeistert: „Dieses Projekt ist für die soziale Entwicklung unserer Spieler enorm wertvoll. Sie lernen, dass man trotz Amputation Teil einer Mannschaft sein und mit viel Freude Fußball spielen kann. Die Jungs haben super mitgezogen und hatten sichtlich Spaß.“
Für Christian selbst war die Einheit ebenfalls ein Highlight: „Die Jungs haben toll mitgemacht und waren sehr interessiert. Mir ist wichtig, dass sie erleben, wie Inklusion im Sport funktioniert, und einen echten Perspektivwechsel erfahren.“
So bleibt das Kicken auf Krücken auch 2025 ein starkes Zeichen für Teamgeist, Inklusion und den Blick über den Tellerrand – und für die U12 der TSG eine unvergessliche Erfahrung.






