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LSC schnappt sich den Dreier in Speyer

Hart umkämpfte Partie beim U14-Derby der beiden Anpfiff ins Leben Partnervereine FC Speyer 09 und Ludwigshafener SC. Beide Teams zeigten in einem packenden Spiel von der ersten Minute an, dass sie heiß auf die drei Punkte sind. Auch wenn am Ende die Ludwigshafener mit einem 0:2 die Tabellenspitze weiterhin für sich behaupten konnten, bot sich den Zuschauern an diesem kalten Frühlingsnachmittag bei bedecktem Himmel eine spannende Partie.

 

Erstellt von Uwe Mächtel

Nachdem die Speyerer bereits beim Hinspiel eine 2:1-Niederlage aus Ludwigshafen mitgenommen hatten, wollten sie nun auf dem heimischen Platz Wiedergutmachung.

Mit schnellen Angriffen übten sie bereits zu Spielbeginn viel Druck auf die gegnerische Abwehr aus. Doch auch die Mannschaft aus Ludwigshafen startete hochmotiviert und lieferte dem FC harte Zweikämpfe, die wenig Platz für Torchancen ließen. Die Gastgeber standen ebenfalls kompakt und boten ihren Gegnern kaum Raum zum Spielaufbau. Nachdem der Weg durch die Mitte für beide Teams wenig erfolgreich erschien, verlagerte sich das Spielgeschehen zunehmend auf die Flügel. Aber insgesamt konnten sich die Kontrahenten in der ersten Hälfte nur wenige Chancen vor dem gegnerischen Tor erarbeiten. Nach jeweils einer gelben Karte und einem vielversprechenden, jedoch vergebenen Freistoß für die Speyerer verabschiedeten sich die Teams mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause. „Es war ein sehr zerfahrenes Spiel und fußballerisch nicht so wie im Hinspiel“, sagte der Ludwigshafener Trainer Rafael Birke nach dem Spiel.

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachten die Ludwigshafener mit zwei Wechseln frischen Wind in die eigenen Reihen. Temporeiche Angriffe sollten den Erfolg bringen. Es blieb beim Versuch, denn auch die Speyerer ließen nicht locker. Mit viel Disziplin und einem stabilen Mittelfeld machten auch sie dem Tabellenführer weiter Druck. Beide Teams erarbeiteten sich so in den ersten Minuten der zweiten Hälfte gefährliche Eckballsituationen, die jeweils nur knapp geklärt werden konnten.

Und in der 53. Minute war es dann so weit: Nach einem schnellen Pass aus der Abwehr schafften es die Ludwigshafener, sich erfolgreich vor das Tor des FC Speyer zu dribbeln, und verwandelten zum 0:1-Führungstreffer. Ein Schockmoment für die Mannschaft aus Speyer um Trainer Moritz Gassner, die sich bis dahin so diszipliniert und sicher in den Gegenstößen gezeigt hatte: „Bis zum Gegentor war es wahrscheinlich nicht das beste Fußballspiel, aber ich denke, wir hatten bis dahin mehr Chancen und die Möglichkeit, das Tor zu machen. Das Gegentor hat uns dann von der Art und Weise, wie wir spielen, etwas abgebracht.“

Die Speyerer waren nicht mehr in ihrem Rhythmus, und der Tabellenführer aus Ludwigshafen ließ seinem Gegner keine Zeit, sich wieder zu sammeln. Wieder Angriffe über die Flügel – sie sollten den Erfolg bringen. Doch die heimische Abwehrreihe des FC konnte ihre Disziplin bewahren und verwehrte dem SC einen schnellen Anschlusstreffer.

Bis zur 62. Minute: Freistoß für Ludwigshafen am Strafraum der Heimmannschaft. Die Mauer vom Keeper sorgfältig orchestriert. Die Abwehr aufmerksam auf die Gegenspieler. Nur wenig Platz für den Schützen. Doch kaum ertönt der Pfiff des Schiris, wackelt schon das Netz. Tor Nummer zwei für den Tabellenführer, zur Freude des Ludwigshafener Trainers: „Die Jungs waren gut eingestellt. Ich bin der Meinung, wir hatten am Ende den größeren Willen und mehr Biss in den letzten Entscheidungen Richtung Tor, um den Erfolg zu generieren.“

Das Speyerer Team wollte seine Derbygegner aber auch nicht so einfach mit drei Punkten nach Hause fahren lassen und mobilisierte in den letzten Minuten des Spiels nochmals alle Kräfte. Mit viel Übersicht erarbeiteten sie sich vereinzelte Chancen, ohne jedoch zu treffen. „Ich denke, für beide Mannschaften, dass sie als junger Jahrgang da oben stehen, ist eine große Leistung. Aber für heute – wenn man verliert, kann man nie so zufrieden sein, wir müssen eben am Anfang unsere Tore machen“, sagt FC-Speyer-09-Trainer Moritz Gassner nach dem Spiel.

Am Ende blieb ein 0:2, ohne ein Offensivfeuerwerk auf beiden Seiten, aber in einer sportlich fair umkämpften Begegnung. Damit verteidigte der LSC seine Spitzenposition. Doch es bleibt sieben Spiele vor Saisonende spannend in der Liga, und auch Speyer bleibt ein Meisterschaftskandidat. Der FC-Speyer-09-Trainer zeigt sich optimistisch: „Am Ende des Tages ist es immer noch ein offenes Rennen: Wir haben ein Spiel weniger und drei Punkte Rückstand, wir spielen weiterhin eine super Saison.“