„Wir arbeiten jedes Jahr daran, unserem Anspruch gerecht zu werden, alle Kinder und Jugendliche im schulischen Bereich so zu unterstützen, dass jeder den bestmöglichen Schulabschluss erreichen kann“, erklärt Marcus Zegowitz, verantwortlich für Schule, Beruf und Soziales in der Vereinsführung. „Auch in der Saison 2024/2025 ist uns dies wieder gelungen: Durch den Einsatz von über 100 Lernbegleitern in über 12 000 Stunden konnten wir rund 300 Schüler bei ihren schulischen Herausforderungen unterstützen.“ Eine Bilanz, die bei Anpfiff seit mehreren Jahren erreicht wird und sich zweifellos sehen lassen kann.
Ob abgestimmte Individualförderung oder selbst gestaltete Lernzeit – an allen fünf Anpfiff-Jugendförderzentren werden diese Programme angeboten und stehen so allen Schützlingen von klein bis groß zur Verfügung. Im Rahmen der Lernzeit können sich Kinder und Jugendliche ihre Zeit selbstständig für Schulaufgaben oder der Vorbereitung auf Klassenarbeiten einteilen. Mithilfe der Lernzeit soll bereits frühzeitig ein nachhaltiges Zeitmanagement sowie eine effektive Aufgabeneinteilung vermittelt werden. Als Ergänzung hierzu kann die Individualförderung beansprucht werden, die ganz einfach nach Terminvereinbarung in einem der modern ausgestatten Räume des lokalen Zentrums stattfindet. Doch damit nicht genug: Neben der Lernzeit und der Individualförderung wurde auch eine Prüfungsvorbereitung angeboten, um die Spieler bestmöglich auf ihrem Weg zum Abitur oder zur Mittleren Reife zu unterstützen.
Unter dem Motto „Gemeinsam zum Erfolg: Ein Rückblick auf ein erfolgreiches Schuljahr bei Anpfiff ins Leben“, haben wir uns bei den Anpfiff-Partnervereinen umgehört.
SG Heidelberg-Kirchheim: Neben Noten verbessert sich auch das Selbstbewusstsein
„Die Kinder haben nicht nur ihre Noten verbessert, sondern auch ihre Angst vor bestimmten Fächern verloren“, sagt Sina Schiele. Die Jugendkoordinatorin Schule/Beruf/Soziales bei der SG Heidelberg-Kirchheim berichtet weiter, „dass wir rund 50 Kinder von der vierten Klasse bis zum Abiturjahrgang im Rahmen der schulischen Förderung betreuten.“ In Zahlen bedeutet das: Jede Woche finden etwa 30 Stunden Individualförderung und Lernzeit in Gruppen statt, angeleitet von acht Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern – Prüfungsvorbereitungen für Abi und Mittlere Reife inklusive.
Praxisbeispiele gibt es reichlich, Julius Flitsch ist eines davon. Seit einem Jahr ist der 13-Jährige ein festes Mitglied bei der Lernzeit. „Ich komme immer mittwochs und donnerstags direkt von der Schule, mache im Förderzentrum meine Hausaufgaben und kann danach direkt ins Training“, sagt Julius, der zur neuen Saison in der U14 der SGK auf Torejagd gehen wird und in die 8. Klasse des St. Raphael Gymnasiums kommt. Er sagt weiter: „Zwischendurch hatte ich mal etwas Probleme in Mathe und dank der Unterstützung in der Lernzeit habe ich das schnell wieder in den Griff bekommen.“
Seine Mutter ist von der schulischen Förderung angetan und sieht ihren Junior bestmöglich betreut. „Da wir in Ziegelhausen wohnen, kann sich der Anfahrtsweg am späten Nachmittag aufgrund des Berufsverkehrs ganz schön ziehen“, berichtet Christiane Seidel und erläutert, „deshalb gibt mir die Möglichkeit, dass bei der SGK immer jemand da ist und bei Julius danach schaut, dass die Hausaufgaben gemacht werden, ein gutes Gefühl.“
In der nun startenden Saison 2025/26 wird Julius weiterhin die schulischen Angebote von Anpfiff bei der SG Heidelberg-Kirchheim wahrnehmen. Seine Mutter freut´s und den Junior ebenso.
Julius geht zudem seit einem halben in den English Speaking Club, einem weiteren Anpfiff-Angebot für die Kinder und Jugendlichen in Heidelberg. Dort sind die Themen für die U13- bis U17-Spieler, die regelmäßig am English Speaking Club teilnehmen, breit gefächert. Von der Präsentationsvorbereitung für eine Schulaufgabe bis zum gemeinsamen Basketballspielen ist alles dabei. Die einzige Regel, die immer gilt: „Es darf nur Englisch gesprochen werden.“

