Filmprojekt über jüdische Lebenswege: TSG-Talent verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Erstellt von Katharina C. Müller 15.06.2018

Das Akademie-Team hat Ilay Elmkies beim Filmprojekt begleitet.

Gesprächsrunde zum Film mit Moderator Fabian Rühle, Protagonist Dr. Menachem Mayer, TSG-Spieler Ilay Elmkies, Centropa-Redakteurin Tanja Eckstein und Centropa-Direktor Edward Serotta (von links).

Spannung lag in der Luft vor der Filmpremiere am 13. Juni 2018 im Citydome Sinsheim. Der Titel: Zahor – Erinnerung. Die Hauptpersonen der Filmpremiere: Dr. Menachem Mayer aus Jerusalem und TSG-Talent Ilay Elmkies.

Der rund 20-minütige Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der Brüder Menachem und Fred Mayer, die in Hoffenheim aufgewachsen sind und deren Familie im Zweiten Weltkrieg durch die Nazis auseinandergerissen wurde. Produziert hat den Film das jüdische Geschichtsinstitut Centropa mit dem Ziel, ihn bei verschiedenen Bildungsanlässen vor allem einer jugendlichen Zielgruppe zeigen zu können und geschichtliche Entwicklungen nachvollziehbar zu machen. An dieser Stelle kommt Ilay Elmkies ins Spiel: Er kickt in der U19 der TSG Hoffenheim und in der israelischen Nationalmannschaft. Ilay hat den Film in Deutsch, Englisch und Hebräisch vertont. Zudem ist er in einigen Sequenzen selbst zu sehen. Die Idee ist zusammen mit Mitarbeitern von Anpfiff ins Leben e.V. in der TSG-Akademie und einem der Projekt-Initiatoren, Lehrer Michael Heitz, entstanden.

„Es war eine beeindruckende Filmpremiere“, brachte es Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht auf den Punkt. Dr. Menachem Mayer war zur Filmpremiere mit seiner Familie aus Jerusalem angereist und lobte die pädagogisch gute Umsetzung: „Ein junger Fußballer kann anderen Jugendlichen viel mehr mitgeben als ich.“ Auf die gesellschaftliche Bedeutung des Films ging die Generalkonsulin des Staates Israel ein: „Der Film zeigt, wie man eine schreckliche Vergangenheit bewältigen kann und dass Liebe und Hoffnung trotzdem möglich sind“, sagte Sandra Simovich. „Ilay bildet in dem Film eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich hoffe, dass durch den Film auch die Zivilcourage in der Gesellschaft gefördert wird.“

Das Filmprojekt konnte dank der großzügigen Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung und der Volksbank Kraichgau umgesetzt werden. Hier geht’s zum Film!


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