Ludwigshafener Sport Club trainiert wieder - mit Abstand

Erstellt von Philipp Metzler 27.05.2020

Desinfektionsmittelspender stehen überall bereit

Abstand zwischen Spielern und Trainern hat höchste Priorität

Trotz Einschränkungen macht das Training allen Beteiligten viel Spaß

Zum Abschluss steht Fußballtennis auf dem Trainingsplan

Auf dem Kunstrasenplatz des LSC wird nach neun Wochen Pause wieder trainiert. Seit einer Woche stehen die Teams der U15 bis U19 wieder auf dem Platz. Ein Hygienekonzept gibt Richtlinien vor, die es einzuhalten gilt. An allererster Stelle steht der Abstand. Wie geht der Vollkontaktsport Fußball damit um? Ein Besuch beim Training der U19.

„Man sieht schon, die Jungs haben Spaß. Wenigstens mal ein bisschen rauskommen,“ meint Nicolas Laudenbach, Trainer der U14. Er sieht zu, wie die A-Junioren trainieren. Sein Team muss sich noch eine Woche gedulden. Bisher dürfen nur die Mannschaften ab der U15 aufwärts trainieren. „Von meiner Mannschaft kann ich nur sagen: Die brennen. Die warten nur darauf, dass es wieder losgeht. Die wollen unbedingt wieder auf den Platz. So gut wie täglich bekomme ich Nachrichten, wann es wieder losgeht.“ Am Montagabend beobachtet Laudenbach das Training interessiert: „Ich möchte hier ein paar Eindrücke holen, vielleicht auch ein paar Ideen. Ich glaube, das schadet nicht, wenn man sich das mal vorher anschaut.“

Es ist ein Montag, auf den sich die Jungs der U19 des Ludwigshafener Sport Clubs freuen – das zweite Training der A-Junioren seit Wiederaufnahme des Sportbetriebs. „Das erste Training war jetzt ziemlich locker,“ meint Mittelfeldspieler Christian Baida, „da wir uns nur aufgewärmt und Fußballtennis gespielt haben. Sonst haben wir eigentlich nichts Großartiges gemacht, da auch nichts anderes geht. Wir können keinen Torschuss oder Spiele mit Körperkontakt machen.“

Das Team von Trainer Rafal Dach und Co-Trainer Thomas Fichtner muss in diesen Zeiten beim Training Kompromisse eingehen. „Wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, erklärt Dach. „Mit der U19 ist das natürlich nicht einfach, weil die Jungs schon anspruchsvoll sind.“ Heute stehen für das Team, das in der Regionalliga Südwest spielt, Kraftübungen auf dem Plan, gefolgt von Dribbling- und Passübungen. Dabei achten die Trainer darauf, dass ihre Spieler Abstand halten und erinnern sie auch immer wieder. „Wir versuchen natürlich die Regelungen einzuhalten,“ meint Dach“, mit Abstand und allem, was wir berücksichtigen müssen.“ Die Maßnahmen begrüßt er: „Es ist besser, das alles mit Vorsicht zu genießen, anstatt jetzt zu euphorisch zu starten und im Nachhinein dann doch vielleicht einen Fall zu haben und das wollen wir nicht verantworten.“

Marcel Brenneis, Jugendkoordinator im Anpfiff ins Leben-Förderzentrum Ludwigshafen, hat die Umsetzung der Maßnahmen begleitet: „Wir haben am Samstag letzte Woche vor der ersten Einheit einen Arbeitsdienst für die Leistungstrainer zwischengeschaltet. Da sind wir alles nochmal durchgegangen, haben die Anlage vor dem Trainingsstart dementsprechend vorbereitet und die Trainer waren dann schon gut eingewiesen.“ Brenneis blickt zufrieden auf die letzten Wochen: „Ich behaupte, Anpfiff ins Leben kann hier ein großes Vorbild sein, weil wir auch mit viel Bedacht an die Sache herangegangen sind. Ich denke, die Erfahrungswerte, die wir seit zwei Wochen im Training sammeln, kann uns keiner mehr nehmen und wir können Fehler vermeiden, wenn dann wieder mehr Mannschaften auf dem Platz stehen. Ein Kaltstart von gar keine Mannschaft zu viele Mannschaften wäre in die Hose gegangen, da bin ich mir sicher.“

Als letzte Übung steht Fußballtennis an. „Man muss ein bisschen den Spaßfaktor reinbringen,“ meint Rafal Dach und bei dem Wettbewerb merkt man, was er meint. Die Stimmung ist aufgelockert. Bis März hatte sich das Training des LSC auf anderes konzentriert, wie Abwehrspieler Jonas Hild feststellt: „Es ist schon anders. Dieses Jahr haben wir viel mit Zweikämpfen gemacht. Und das können wir natürlich jetzt nicht mehr machen. Wir dürfen jetzt nicht mal Torschüsse üben.“ Die Spieler würden gerne in die Vollen gehen, aber die positive Grundstimmung bleibt, wie auch Thomas Fichtner erkennt: „Das merkt man schon bei den Spielern, Freude pur. Bei mir auch. Ich bin froh, dass ich wieder auf dem Platz stehe.“


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