Walldorf wird für fünf Tage zum Mekka des Amputierten-Fußballs

Erstellt von Christoph Holzenkamp 24.07.2019

Buntes Treiben im Walldorfer Waldstadion beim EAFF Junior Training Camp. Foto: EAFF

Besonderes Highlight: Sich selbst im Stickeralbum entdecken. Foto: EAFF

Beeindruckend kicken trotz Handicap. Foto: EAFF

Flink waren die amputierten Junioren-Kicker. Foto: EAFF.

Es ist das Highlight des Jahres für jedes amputierte Kind, das trotz einer Beinamputation nicht auf Fußball verzichten möchte: Das EAFF Junior Training Camp. Wenn sich die jungen Fußballer aus der ganzen Welt für fünf Tage versammeln, dreht sich ihre Welt nur um den Amputierten-Fußball. Nach Dublin, Warschau und Rom war das Mekka des Amputierten-Fußballs dieses Mal Walldorf. Die Kooperation zwischen Anpfiff ins Leben und der Aktion Mensch Stiftung reihte das kleine Städtchen in die Riege der Metropolen ein.

63 Kinder und Jugendliche aus zwölf Nationen kamen am Mittwoch, den 17. Juli, in Walldorf zusammen. Sie alle eint ihre Leidenschaft für den Fußball, trotz einer Bein- oder Armamputation. Zwar spielen die meisten von ihnen auch unterjährig organisierten Vereinsfußball, doch das EAFF Junior Camp bietet ihnen etwas, was für andere Junioren selbstverständlich ist: Einen sportlichen Wettkampf mit Gleichaltrigen. „Die Kids spielen fast immer nur mit älteren Kickern zusammen“, erklärt Christian Heintz, selber Amputierten-Fußballer und Organisator des Camps. „Deswegen bieten diese fünf Tage ihnen einen ganz anderen Anreiz. Sie können sich mit Gleichaltrigen messen, sich gegenseitig anstacheln, Spaß haben und ihre Freunde vom letzten Jahr wiedersehen.“

Neben dem Spaß am Sport steht die Entwicklung des Amputierten-Fußballs im Vordergrund. Auf dem Platz werden die Spieler in drei Altersgruppen und eine Torhüter-Gruppe eingeteilt. In intensiven Trainingseinheiten werden sie von 23 erfahrenen Trainern angeleitet. Danach ist aber längst nicht Feierabend. Den Veranstaltern der Europäischen Amputierten-Fußball Föderation (EAFF) ist ebenso wichtig, die Strukturen der Sportart zu fördern. Dazu reisten sogar Jugendliche und Funktionäre aus Costa Rica und El Salvador an. Sie wollen von anderen Nationen lernen. Erfahrung ist reichlich vorhanden. Neben fünf deutschen Spielern waren auch Gäste aus England, Polen, Türkei, Griechenland, Irland, Schottland, Georgien, Holland und Italien mit dabei.

Dass die vierte Auflage des Camps in Deutschland stattfand, hatte Christian Heintz ermöglicht. Der Amputierten-Fußballer von Anpfiff Hoffenheim war bereits Trainer der Camps in Rom und Warschau und wollte die Veranstaltung unbedingt in seine Heimat holen. „In unserem Sport sind natürlich keine großen finanziellen Mittel vorhanden. Aber mit der Unterstützung der Aktion Mensch Stiftung, Förderern wie adViva und den professionellen Strukturen von Anpfiff ins Leben hatten wir ideale Voraussetzungen, um diese Veranstaltung zu organisieren. Der Aufwand lohnt sich aber allemal, wenn man in die glücklichen Augen der Kinder schaut und sieht, wie sie sich zum Abschied alle umarmen und die Tränen verdrücken.“

Simon Baker, Vizepräsident des EAFF, war beim Abschluss in der PreZero Arena in Sinsheim ebenso glücklich wie die Kinder. „Die Spieler haben sich sportlich weiterentwickelt und von der Organisation hat diese Auflage neue Maßstäbe gesetzt“, sagte der Ire. „Dass es mit Walldorf in einer kleineren Stadt stattgefunden hat, war perfekt. So waren alle auf den Amputierten-Fußball konzentriert. Und so soll es auch sein.“ Abgelenkt wurden Kinder und Erwachsene höchstens vom Stickeralbum, welches Stickar Stars für das Juniorencamp gesponsert hatte. Bis in die letzten Minuten des Camps wurde eifrig geklebt und getauscht, damit am Ende auch jeder einen Sticker von sich und seinen Freunden im Heft hatte. Damit war endgültig sichergestellt, dass diese vierte Auflage des EAFF Junior Camps jedem in Erinnerung bleiben würde.

„Es waren sensationelle fünf Tage“, lobte auch Dietmar Pfähler, 1. Vorsitzender von Anpfiff ins Leben. „Ich möchte jedem, der etwas zu dieser Veranstaltung beigetragen hat, Danke sagen. Vor allem aber möchten wir, dass Kinder mit Amputation die Möglichkeit bekommen, ganz unbeschwert ihrer Leidenschaft, dem Fußball, nachzugehen. Dieses Ziel haben wir erreicht, die großartige Energie des Camps werden die Spieler sicher noch lange mit sich tragen – und wir genauso!“


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