„Es war sehr, sehr gut für mich, vor zwei Jahren am Berufsorientierung-Camp von Anpfiff ins Leben teilzunehmen.“

 

 

Im zweiten Anlauf zum Ziel - Marius Klein

Marius Klein ist seit vielen Jahren Spieler der SG Heidelberg-Kirchheim. Der 2001 geborene Defensivspieler kam 2015 als C-Jugendlicher zur Sportgemeinschaft und spielte sich durch alle Jugendteams hoch bis in die 1. Mannschaft. In der vergangenen Saison, die für ihn nicht nur vom frühzeitigen Abbruch, sondern auch einer schweren Verletzung geprägt war, absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kirchheimer Anpfiff ins Leben-Büro bei Philipp Schmidt und Philip Rohnacher.

Zuvor bewarb er sich beim Energie- und Automatisierungstechnikkonzern ABB für ein duales Studium, welches ihm allerdings abgesagt wurde. Jetzt, ein Jahr später, hat es im zweiten Anlauf aber geklappt. Nach einem Vorpraktikum ab August fängt Marius am 1. Oktober sein duales Studium an der DHBW Mannheim und bei ABB an.


Die Geschichte mit Happy End begann mit dem sportlich motivierten Vereinswechsel vor sechs Jahren. Denn eine Mitgliedschaft bei einem der Anpfiff-Partnervereine bedeutet gleichzeitig auch die Möglichkeit, verschiedene Förderangebote in den Bereichen Schule, Beruf und Soziales wahrzunehmen. Für diese ist in Kirchheim der Koordinator Philipp Schmidt zuständig, der heute im Büro nur einen Meter neben Marius sitzt. Damals stand für den Neu-Kirchheimer wie für alle Spieler ab der U15 das jährliche sogenannte Scouting an – ein Einzelinterview zum schulischen Stand und beruflichen Ideen. „Das war auch das erste Mal, dass ich mit Philipp zu tun hatte“, erinnert er sich.

In den folgenden Jahren nahm Marius an vielen Angeboten von Anpfiff ins Leben teil. Highlights weiß er viele zu nennen: „Der Alkohol-Präventionskurs zum Beispiel hat uns die Augen geöffnet, wie sehr man auf seine Gesundheit aufpassen muss. Mit der U17 haben wir für den guten Zweck bei Rudern gegen Krebs teilgenommen und mit der U19 waren wir bei den Waldpiraten. Da wussten wir alle nicht so ganz, wie man mit den krebskranken Kindern umgeht. Aber wenn man die Geschichten gehört hat, wie sie von der Krankheit erfahren haben oder was sie durchlebt haben, ist das schon sehr beeindruckend. Als wir ein Fußballtraining mit den Jungs und Mädels veranstaltet haben, war es schön zu sehen, wie sie sich darüber gefreut haben.“ In der vergangenen Saison konnte er seine Erfahrungen dann noch einmal einbringen, als er das integrative Team des Vereins trainierte, um Kindern den Spaß am Fußball zu ermöglichen, die nicht am regulären Spielbetrieb teilnehmen können oder möchten. „Das war für mich ein schöner Teil des FSJ. Am Anfang wusste ich nicht genau, was mich erwartet.

 


Aber hier freuen sich alle über den Sport und darauf, zusammen zu trainieren. Coronabedingt musste ich das Training ab dem Winter online anbieten aber auch da hat man gemerkt, wie sehr sich alle über den Kontakt mit den anderen gefreut haben.“ Auch das Thema Krebs ließ ihn nicht los. Nachdem sein damals 15-jähriger Vereinskamerad Vanja mit der Diagnose Leukämie im Krankenhaus ums Überleben kämpfte – und dies auch immer noch voller Kraft tut – organisierten Marius und seine engagierten jungen Vereinskollegen die Kampagne #allefuervanja, die Mut machen und Menschen zur Registrierung bei der DKMS bewegen soll.

Seine nächsten Ziele hat er auch schon klar vor Augen: Den Wiederaufstieg der 1. Mannschaft von der Landesliga in die Verbandsliga Nordbaden und sein duales Studium „Integrated Engineering“. Dass es ausgerechnet dieser Studiengang wurde, hat auch wieder mit Philipp Schmidt zu tun.

„In der Schule konnte ich schon immer gut mit Zahlen und analytisches Denken lag mir immer ganz gut. Dementsprechend wusste ich, dass ich vielleicht etwas in diese Richtung machen will. Dann war es natürlich sehr, sehr gut für mich, vor zwei Jahren am Berufsorientierung-Camp von Anpfiff ins Leben teilzunehmen. Man sucht Studiengänge, Ausbildungen oder allgemein Berufsfelder, in die man reinpassen könnte. Ich stand kurz vor dem Abi und ich war mir relativ sicher, dass ich studieren will. Die Idee mit dem dualen Studium kam dann erst ein bisschen später. Mir wurde irgendwann klar, dass man im dualen Studium schon viel Praxiserfahrung sammelt und man schon einen Schritt weiter ist als nach einem Vollzeit-Studium.“


Diese Entscheidungen reifen häufig im Austausch von Spieler und Koordinator. Durch den guten Kontakt der Anpfiff-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Partnerunternehmen ergibt sich für die Beratung ein breites Bild an Möglichkeiten für die jungen Spielerinnen und Spieler, so auch in diesem Fall.

Davon profitieren alle Seiten, so Philipp Schmidt: „Wenn wir Spieler haben, die für ein bestimmtes Berufsfeld geeignet sind, dann haben die auch wirklich reelle Chancen etwas zu bekommen. Wir haben keine Freikarten und das wollen wir auch nicht. Je mehr Sparten wir durch Partner abdecken, desto größer die Chance, dass unsere Spieler einen geeigneten Ausbildungs- oder Studienplatz finden. Deswegen wollen wir versuchen, in Zukunft so viele Branchen wie möglich abzudecken.
Die Unternehmen wiederum bekommen einen motivierten jungen Menschen, der uns gut bekannt ist, in den meisten Fällen über Jahre. Klar kann es auch mal sein, dass ein Spieler gerade zu uns wechselt und eine Ausbildung sucht. Dann führen wir vorher viele Gespräche mit dem Spieler, mit den Eltern, mit aktuellen und ehemaligen Trainern oder auch ehemaligen Mitspielern.“


Über die Zusammenarbeit mit ABB und die guten Kontakte ist Philipp Schmidt sehr froh. Der Koordinator erinnert sich an den Ablauf von Marius‘ Bewerbung: „Ich bin auf die ABB zugegangen und habe meiner Ansprechpartnerin gesagt, dass ich hier einen sehr netten jungen Mann habe, der gerne dual studieren möchte. Marius hat dann den ganz normalen Bewerbungsprozess durchlaufen aber es hat erst einmal einfach nicht geklappt.“ Ein anderes Studium zu diesem späten Zeitpunkt war für Marius allerdings keine Option mehr, weshalb er zur Überbrückung zur neuen Bewerbungsrunde im Folgejahr das FSJ in Heidelberg antrat. „Und es hat dann tatsächlich geklappt. Die Zusage kam schon letztes Jahr und so konnte er sich dann wunderbar auf ein Freiwilliges Soziales Jahr konzentrieren, uns im gesamten Jahresablauf unterstützen und selbst Erfahrungen in vielen Bereichen sammeln.“

Allerdings war es nicht eine Zusage für Wirtschaftsingenieurwesen wie ursprünglich geplant, sondern für den relativ neuen Studiengang Integrated Engineering – Service Engineering über dreieinhalb Jahre. „Das Studium beinhaltet viele Elemente der Elektrotechnik, des Maschinenbaus aber auch der BWL, was ich vom Wirtschaftsgymnasium kenne und mir immer ganz gut gelegen ist. Mit dem Studiengang ist man dann relativ breit aufgestellt und man kann sicher viel Erfahrung sammeln.“ Dass er auch im zweiten Jahr eine Bewerbung an die ABB schickte, hat seine Gründe: „Ich möchte bei einem großen Unternehmen arbeiten, das auch international tätig ist. Das gesamte Geschäftsfeld der ABB entwickelt sich immer weiter und ist auch in Bezug auf den Klimawandel spannend.“

Der Standort von ABB in Ladenburg ist zudem sehr gut gelegen – zwischen dem Zuhause in Plankstadt, dem Verein in Heidelberg und der Hochschule in Mannheim.

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